Im Licht kleiner Handlampen 

Chor ConFuego begeistert auf der Thomashütte

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Weihnachtliche Stimmung kam im Zirkuszelt auf der Thomashütte mit dem Dieburger Chor ConFuego auf.

Eppertshausen - Der erfolgreiche DieburgerA-cappella- Chor ConFuego probte seit Mai für sein neues Programm. Jetzt war es soweit: die erste offizielle Aufführung. Von Peter Panknin

Unter dem Motto „Endlich wieder Lametta“ sollte den Zuschauern ein weihnachtliches Programm mit modernen Wintersongs und traditionellen deutschen Weihnachtsliedern geboten werden. Nicht nur die Lieder wurden in einem neuen, frischen Gewand präsentiert, auch der Konzertsaal war mal etwas Anderes: ein Zirkuszelt, aufgestellt mitten im Waldweihnachtsmarkt auf dem Gelände der Thomashütte in Eppertshausen. Ein passendes Ambiente mit Glühwein, Kinderpunsch und zahlreichen kulinarischen Leckereien. Im Zelt selbst gab es zwei Tannenbäume, die mit Lametta geschmückt waren. Die Gäste strömten ins Zelt, besetzten jeden gestellten Sitzplatz und warteten voller Spannung auf den Beginn des Konzertes. Nun, wie für einen Zirkus angemessen, umrundeten etwa 30 Sänger auf ein Zeichen ihres Dirigenten Dirk Schneider die Innenwände des Chapiteaus und versammelten sich auf der Bühne.

Eigentlich hätte es losgehen können, aber eine durchgeschmorte Hauptsicherung machte einen Strich durch die Rechnung – Kurzschluss. Die Lichter erloschen, die Musikanlage gab keinen Ton von sich und die wärmenden Luftgebläse stellten den Dienst ein. Man bemühte sich redlich, die Stromversorgung wiederherzustellen, was aber nur teilweise gelang. Die Gäste nahmen es mit Humor, nur ganz wenige verließen das Zelt. Der Moderator des Abends, Michael Weber aus Münster, hat es verstanden, mit viel Humor die Besucher bei Laune zu halten. Wenn schon nostalgischen Christbaumschmuck, dann auch nostalgisch spärliche Notbeleuchtung. Der Chor ließ sich auch nicht vom Stromausfall beeindrucken und brachte seine sorgfältig erarbeiteten Stücke zum Erklingen. Mit „Jingle Bells“ nahmen die Künstler ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Weihnachtswelt. Auch das rotnasige Rentier mit Namen Rudolph fehlte nicht. Lesungen von weihnachtlichen Geschichten fanden im Licht kleiner Handlampen im Stehen vor der Bühne satt.

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Begeisterungsstürme löste beim Publikum die gesungene Geschichte des türkischen Mitbewohners aus, der versuchte, die deutsche Weihnacht zu verstehen und seinen Gummibaum entsprechend zu schmücken. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Mainhattan Voices“, einem vierköpfigen Jazz- und Pop-Ensemble, das sich 2014 gegründet hat. Mit ihren A-capella-Beiträgen begeisterten die aus Juliane Wurth, Christina Schmid und Ronny Rickfelder bestehende Formation die Zuhörer. Mitsänger und Mitbegründer Dirk Schneider übernahm anschließend wieder die Leitung seines Chores, um gemeinsam mit ihm die besinnlichen und die lustigen Facetten der Weihnachtszeit aufzuzeigen.

Das begeisterte Publikum bedankte sich mit riesigem Applaus und forderte mehrere Zugaben ein – die wurden natürlich gewährt. Trotz des manchmal „rumpeligen“ Drumherums und aufgrund geringer Temperaturen im Zelt (Ausfall der Heizgebläse wegen Strommangels) mit leichtem Frösteln machten sich sehr zufriedene Gäste auf den Heimweg. 

Bilder: Höllische Show an der Thomashütte zu Halloween

Quelle: op-online.de

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