Protest aus dem Bubenstall

Sackgassen-Anwohner sehen sich getäuscht

+
Wenn es nach den Anwohnern geht, soll der Bubenstall auch künftig Sackgasse bleiben.

Eppertshausen - „Der Bubenstall soll nun doch für den Durchgangsverkehr zum Gebiet Failisch geöffnet werden“, heißt es in einem Offenen Brief an die Anwohner der Sackgasse, innerhalb deren Reihen sich im Januar vergangenen Jahres eine „BEGIDA“-Bewegung gegründet hatte.

Das Akronym steht für „Bubenstaller Eppertshäuser gegen internen Duchgangs-Autoverkehr“. Und nun erhebt in ihrem Sinne erneut Bubenstall-Anwohner Günter Maier seine Stimme. In einem Offenen Brief schreibt er, zur Bürgerinformation am 24. August über das neue Baugebiet Am Abteiwald habe Bürgermeister Carsten Helfmann zwei Ausbauvarianten vorgestellt und dabei aber offen gelassen, welche wohl die endgültige sein werde. Maier in seinem Brief: „Dabei hatte die CDU-Mehrheitsfraktion in der Gemeindevertretung sich zu diesem Zeitpunkt längst für die Ausbauvariante 5 entschieden, wonach der Verkehr zum Wohngebiet Am Abteiwald bis durch zum Failisch über den Bubenstall freigeben werden soll.“

Seit Januar 2015 und den laut geäußerten Einsprüchen seien die Anwohner des Bubenstalls im Glauben gelassen worden, einen akzeptablen Kompromiss für alle gefunden zu haben. Und jetzt, wenige Tage vor der endgültigen Abstimmung, erfahre man nach der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, dass bereits alles in der CDU-Fraktion entschieden sei und zwar gegen die Interessen aller Bubenstall-Anwohner. Dabei gebe es keine einleuchtenden Gründe so zu entscheiden. Maier: „Ich nenne dies Willkür und Ignoranz gegenüber dem erklärten Bürgerwillen.“

Chaos im Schilderwald: 100 Mio. für den kleinen Unterschied

Maier ruft dazu auf, Nachbarn zu mobilisieren und gemeinsam die CDU-Mitglieder und den Bürgermeister noch für die Variante 8 gewinnen zu können, die den Bubenstall als Sackgasse belässt. Man solle seinen Unmut deutlich äußern. Die Gemeindevertretersitzung, bei der der Abteiwald und seine Ausbauvarianten zur Abstimmung auf der Tagesordnung stehen, beginnt am Dienstag, 6. September, um 20 Uhr im Rathaus am Franz-Gruber-Platz. tm

Quelle: op-online.de

Kommentare