Freude an Fastnacht und der Völkerverständigung

Ehepaar Blum feiert heute Goldene Hochzeit

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Sie heirateten heute vor 50 Jahren: Margareta und Günter Blum.

Eppertshausen - Die Rheinländer gelten als Frohnaturen, der Hesse eher als ruhig und verlässlich, der oft sein Stöffche’ (und damit seinen Apfelwein) braucht, um in Fahrt zu kommen.

Dass beide Charaktere miteinander die Liebe fürs Leben finden können, beweisen Margareta und Günter Blum: am heutigen Dienstag feiern sie ihre goldene Hochzeit. Die Jubilare, sie aus der Nähe von Köln und er aus Frankfurt stammend, zogen schon 1966 nach Eppertshausen. Damals suchte das Paar eine Wohnung im Rhein-Main-Gebiet, da der kaufmännische Angestellte in Frankfurt arbeitete. Zueinander fand es aber zuvor unter südlicher Sonne, genauer: in Spanien. Das war ein großer Zufall: Eigentlich wollte der eine nach Ungarn, der andere nach Griechenland. Beide Ziele klappten nicht.

Geheiratet wurde im Rheinland und somit in der Heimat der Braut. Aus der Liebe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Wichtig ist den Eheleuten die Freizeitgestaltung in den Eppertshäuser Vereinen. Allen voran steht hier der OWK, zu dem die Wanderer stets engste Verbindungen unterhielten. Auch die Partnerschaftsvereine Codigoro und Chaource wurden und werden unterstützt. Das passt, denn die Verbundenheit des 83-Jährigen und seiner 76-jährigen Frau zu Frankreich ist besonders eng. Hier entstanden über die Jahre viele Freundschaften mit bleibenden Erinnerungen. Dem Paar ist ganz besonders wichtig, dass beim Austausch nicht im Hotel, sondern privat übernachtet wird. „Nur so lernt man ein Land kennen und schafft tiefgreifende Beziehungen“, sagen die Blums. Mittlerweile spricht die Jubilarin, die früher als Arzthelferin arbeitete, ganz passabel französisch. Neben Handarbeiten war ihr in der Freizeit ein soziales Engagement wichtig. So unterstützte sie die ersten Kinderfreizeiten der Gemeinde, die kirchliche Seniorenarbeit in Eppertshausen sowie die Projekte von Pfarrer Harald Christian Röper.

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Für die Zukunft erhofft sich das Paar noch zahlreiche gemeinsame Jahre und möglichst viele weitere Fahrten nach Frankreich. Die Liebe zum Nachbarland wird wohl ebenso wenig verloren gehen wie die Bindung ins Rheinland. So gehörte es über Jahre dazu, die Kölner Karnevalssitzungen zu besuchen. Denn dort lachen nicht nur die Einheimischen herzhaft, sondern auch Frankfurter, die eine Rheinländerin geheiratet haben. mj

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Quelle: op-online.de

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