Tailormade, Spielefest und ein alter Turngürtel

AV Eppertshausen feiert 125-jähriges Bestehen

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Unter anderem eine Fotoausstellung zum TAV war im Foyer der Bürgerhalle zu sehen. Sie wandert nun ins Rathaus.

Eppertshausen - Was haben 70 Jahre alte Laufschuhe samt nagelartigen Spikes mit einem Turngürtel aus dem Jahr 1890 zu tun? Die Antwort: Beide sind Zeugnisse von 125 Jahren Geschichte des Turn- und Athletikvereins (TAV) Eppertshausen. Von Jens Dörr 

Eben dieses Jubiläum feierte einer der größten Vereine der Gemeinde am bislang hitzigsten Wochenende des Jahres mit drei Tagen Programm. Dem Comedyauftakt mit Begge Peder und Ciro Visone in der Bürgerhalle (wir berichteten) folgten am Samstag eine Vereinsolympiade und Livemusik sowie am Sonntag ein Spielefest und eine kleine Ausstellung.

In letztgenannter waren in einer kleinen Vitrine einerseits Relikte vergangener Sportjahrzehnte in Eppertshausen zu finden; darunter der eingangs erwähnte Turngürtel aus dem TAV-Gründungsjahr. „Der Gürtel hatte während des Wettkampfs keine Funktion, kam erst als Schmuck bei der Siegerehrung zum Einsatz“, sagte TAV-Mitglied Rosi Mäding. Sie ist auch Kassenwartin des Vereins und arbeitete im Festausschuss, der unter der Leitung von Klaus Caps stand, mit. Zudem organisierte sie die Ausstellung mit alten Stücken Sporthistorie, die auch lang vergangene Jahrzehnte noch einmal lebendig werden ließen.

Ausstellung wird im Rathaus wieder aufgebaut

Im Foyer der Bürgerhalle war am Wochenende zudem eine Fotoausstellung zu sehen, in der sich der Verein mit seinen Abteilungen Turnen, Leichtathletik, Handball, Tennis sowie Tanz und Bewegung näher vorstellte. Hierbei erhielt Mäding Unterstützung von ihrer Tochter Janine Mack. „Die Ausstellung hat unter anderem Bürgermeister Carsten Helfmann so gut gefallen, dass sie hier ab- und dafür im Rathaus aufgebaut wird, wo sie noch eine Weile zu sehen sein wird“, berichtete Mäding stolz.

Laufschuhe aus den 40ern und ein Turngürtel aus dem Jahr 1890 waren im Foyer der Bürgerhalle zu sehen.

Ansonsten verlief das Jubiläums-Wochenende – die Akademische Feier hatte der TAV bereits im Frühjahr absolviert – mittelprächtig. Während das Comedy-Duo nach Vereinsangaben am Freitag 300 Zuschauer in den großen Bürgerhallen-Saal gelockt hatte und man diesen Abend als vollen Erfolg verbuchen konnte, machten am Samstag und Sonntag die extrem hohen Temperaturen einen Strich durch die Rechnung. So habe man für den Samstagabend mit deutlich mehr Besuchern beim Auftritt der unter anderem vom Babenhäuser „Seebeben“ bekannten Band Tailormade gerechnet, gab Caps zu. Weil man draußen maximal bis 23 Uhr hätte feiern dürfen, fand das Konzert in der Halle statt, lockte lediglich 50 Fans vor die Bühne. „Die Band fand es aber auch toll, mal in einem etwas anderen Rahmen zu spielen“, sah Mäding auch hierin etwas Positives. Gut kamen die Auftritte einer TAV-Turnergruppe zu klassischer Musik am Barren sowie ein Mary-Poppins-Tanzpotpourri der TAV-Gruppe „Just for Fun“ an.

Festausschuss siegt bei der Vereinsolympiade

Zuvor hatten sich am Samstagnachmittag sieben Teams in einer Vereinsolympiade miteinander gemessen. Dabei kam es bei diversen Spielen insbesondere auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit an. Allerdings gehörte auch Köpfchen dazu, galt es, im Team 50 Fragen unter anderem zur TAV-Geschichte zu beantworten. Platz eins, für den jeder Teamteilnehmer eine vom Jügesheimer Unternehmen Stratic gesponserte Reisetasche erhielt, erreichte die Mannschaft des Festausschusses. Auf Platz zwei tröstete sich das Team des FVCA mit einem Gutschein für die TAV-Gaststätte. Teil nahmen auch die Fastnachtsgruppe „Dumm Sau“, die TAV-Turner, die Messdiener, der Tischtennis-Club sowie der OWK.

Den Sonntag gestaltete der Turn- und Athletikverein besonders mit Blick auf den Nachwuchs abwechslungsreich. Elke Erntz-Müller organisierte das Spielefest, zu dem sich auch die Freiwillige Feuerwehr und die Sportjugend Hessen mit Wasserspielen, Kistenklettern und Kletterwand sowie einigem mehr einbrachten, federführend.

Einen Teil der Aktivitäten verlegte der TAV der großen Hitze wegen in den Saal der Bürgerhalle, wo ein Riesentrampolin aufgebaut war, oder – einen Kurs für Inline-Skater – in die benachbarte Schulsporthalle.

Quelle: op-online.de

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