FV Eppertshausen feiert 95-jähriges Bestehen

Hindernisreiche Turnier-Anreise

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Bürgermeister Carsten Helfmann dankte bei der Siegerehrung auch den D-Junioren auch Chaource für ihr Kommen.

Eppertshausen - Die Anreise der Gäste war gespickt mit mit Hindernissen, doch wurde dann belohnt durch den Turniersieg: FV Eppertshausen feierte sein 95-jähriges Bestehen mit unterhaltsamen Juniorenturnieren und Gästen aus Italien und Frankreich. Von Jens Dörr 

15 Jahre ist es inzwischen her, dass der FV Eppertshausen international besetzte Junioren-Fußballturniere an Pfingsten veranstaltete. Bis zum vergangenen verlängerten Wochenende: Denn aus Anlass seines 95-jährigen Bestehens war der FVE von Samstag bis Montag Gastgeber für Teams aus den Partnerstädten Chaource (Frankreich) und Codigoro (Italien). Die Turniere bildeten auch den Hauptpart der gesamten Feierlichkeiten der vergangenen Tage. Die sollten am Freitagabend eigentlich mit einem Empfang für die Italiener, die in zwei Kleinbussen und mit ihrem D-Junioren-Team samt einiger Begleitpersonen anreisten, eingeläutet werden. Einer der Busse blieb jedoch 300 Kilometer vor Eppertshausen kaputt liegen, machte keinen Mucks mehr. Die ADAC-Diagnose: irreparabel.

Für Jugendleiterin Stephanie Groh und die anderen FVE-Mitglieder, die sich an Pfingsten einbrachten, war von da an Improvisation gefragt: Via Bahn und in Frankfurt schließlich abgeholt mit Privat-Pkw, fanden die Italiener doch noch den Weg ins Sportzentrum. Mitternacht war lange vorüber, als die Eppertshäuser die Gäste aus Südeuropa in der FVE-Gaststätte mit einem Snack willkommen hießen.

Ausflüge in die Umgebung

Wie geplant, reisten unterdessen die Franzosen am Samstagvormittag an. Die Gäste beider Partnerstädte unternahmen an diesem Tag Ausflüge in die Umgebung, bekamen auch Eppertshausens schöne Seiten gezeigt. Während die Italiener unter anderem ein Einkaufscenter in Weiterstadt besuchten, rollte im Sportzentrum bereits der Ball: Die G1-und G2-Junioren machten mit ihren Turnieren den sportlichen Auftakt. Sowohl bei der G1 als auch bei der G2 setzte sich der SV Münster gegen jeweils fünf weitere Mannschaften überlegen durch.

Zwischen Bummel und Beschnuppern mit den deutschen Gastgebern fanden Italiener und Franzosen zudem die Gelegenheit, bei einem Tischtennis-Turnier in der Bürgerhalle mitzumischen. In diesem Zusammenhang lobte Groh – die die Veranstaltung auch als Art Prüfung ihrer Ausbildung zur Vereinsmanagerin beim Landessportbund Hessen organisierte – die Unterstützung durch den TTC Eppertshausen. Er ermöglichte den Ablauf des Turniers mit 20 Betreuern neben den Platten.

Am Sonntag rollte dann nicht nur für die einheimischen Teams das Leder, sondern auch für Italiener und Franzosen. Die Gäste aus Codigoro – in Italien gibt es keine G-Jugend, der Einstieg findet bei den F-Junioren statt –waren im Schnitt ein bis zwei Jahre älter als etwa die D-Junioren-Kicker des FVE und damit körperlich überlegen, während die Franzosen teils etwas jünger waren – marschierten ins Finale und schlugen dort auch Viktoria Griesheim. Die Gastgeber jubelten hingegen am Montag, als die E2 des FVE das E-Junioren-Turnier gewann.

Wenn Sport schmerzt: So fies kann Training sein

Hinzu kamen am Sonntag die Konkurrenz der F-Junioren (Sieger: TGS Jügesheim) und ein Freundschaftsspiel der FVE-B-Junioren gegen Kickers Offenbach. Am Sonntagabend feierte der FVE sein Jubiläum mit DJ im Festzelt, während für die italienischen, französischen und deutschen Jugendlichen eine Disco in der Vereinsgaststätte veranstaltet wurde.

Der internationale Austausch soll sich Stephanie Groh zufolge in naher Zukunft fortsetzen und womöglich Kontinuität erhalten: Franzosen und Italiener sprachen bereits Gegeneinladungen aus, zudem werde der Austausch auch finanziell längerfristig gefördert. Dies geschieht insbesondere durch eine Zusage des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend, die beispielsweise Reisekosten abfedern könnte.

Dass am Pfingst-Wochenende bestimmte Ausgaben bereits vor dem Verkauf der ersten Bratwurst gedeckt waren, lag hingegen an Sponsoren aus Eppertshausen und der Region.

Quelle: op-online.de

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