Tierischer Hinterlassenschaft

Unmut über Hundehalter mehrt sich

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Gleich etliche unliebsame und sehr anrüchige Hinterlassenschaften markierten Gebhard Müller, Gerhard Bangnowski und Sybille Frank am Gässchen neben dem Müllersgrund.

Eppertshausen - Wenn aus tierischer Hinterlassenschaft ein unzumutbarer Haufen wird: In Eppertshausen mehrt sich Unmut über Hundehalter. Von Thomas Meier

Es gibt ein ganz besonders anrüchiges Thema, das immer wieder so sicher in die Redaktionsstuben gelangt wie das Amen in die Kirche. Jetzt erwischte es uns wieder einmal. Gewichtig und gleich in Duplizität der Ereignisse. Harmlos und in unregelmäßigen Abständen immer mal wiederkehrend, flatterte zunächst die Meldung aus Eppertshausens Rathaus in unseren E-Mail-Ordner. Der Herr Bürgermeister persönlich nimmt sich stets des Aufregers an, und so schreibt uns Carsten Helfmann auch diesmal in Faksimile die altbekannte Abhandlung: „In den letzten Wochen mehren sich die Beschwerden über Hundekot auf Gehwegen und öffentlichen Plätzen. Alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer werden gebeten, die Hinterlassenschaft ihres Hundes mit den vorhandenen Hundekotbeuteln zu entsorgen. Die Hundekotbeutel stehen ihnen an vielen öffentlichen Stellen in unserer Gemeinde zur Verfügung.“

Sollte eigentlich als Erinnerung für alle Gassigeher genügen. Was aber, wenn die „Hinterlassenschaft“ so mächtig ist, dass gemeindliche Tütchen solche Fracht nimmer bis zum nächsten Mülleimer aufnehmen könnten? Solch einen Fall voluminösen „Vermächtnisses“ meldeten uns gleich drei Eppertshäuser. Sie kündeten dabei nicht von einem, sondern gleich von mindestens fünf riesigen Haufen. Und nicht nur, dass diese „Tretminen“ am öffentlich zugängigen Wege abgesetzt wurden. Nein, der kleine Durchgang zwischen Hauptstraße und Müllersgrund ist in katholisch-kirchlichem Besitz. Es ist der reguläre Zugang gar zum Haus Valentin, zur altehrwürdigen Gaststätte gleichen Namens hinter dem Hotel Krone, dem Treffpunkt auch der kirchlichen Seniorengruppe.

Welthundetag: Bilder unserer Leser

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Die „Häufchen“, die den Anliegern Sybille Frank, Gerhard Bangnowski und Gerhard Müller die Zornesröte ins Gesicht treiben, entbehren wahrlich jeder Niedlichkeitsform. Es sind ausgewachsene Haufen, die „mindestens von einem Hund ab der 50-Kilogramm-Klasse stammen müssen“, wie sie befinden.

Das Phänomen des derart verminten Zuweges sei neu, betonen die Drei. Doch seit dieser Woche würden es der Haufen stetig mehr. Da sie den Verursacher – besser: dessen Herr- oder Frauchen – noch nicht überführen konnten, kennzeichneten sie zunächst einmal die Ablageorte mit Deutschlandfähnchen. Die waren übrig von der letzten Fußball-WM und dienen nun einerseits dem Schutz unaufmerksamer Passanten. Vor allem aber sollen sie den Hundehalter aufmerksam auf den unhaltbaren Zustand machen. „Spätestens nachdem wir nun unser fünftes Fähnchen neben einen Haufen setzten, müsste es ja auch dem Besitzer des Fiffis bewusst werden, dass es so nicht gehen kann“, sagt Gebhard Müller.

Quelle: op-online.de

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