Fastnacht bei SPD Eppertshausen und „Lebenshilfe“

Helau zu bravourösem „Handiclapped“

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Polonaise schon zu früher Stunde: Beste Stimmung herrschte beim „Kleinen Faschingsfest“ der SPD Eppertshausen und der Dieburger „Lebenshilfe“.

Eppertshausen - Zum „Kleinen Faschingsfest“ kamen auf Einladung der SPD-Ortsgruppe und der Lebenshilfe Dieburg traditionell viele buntgekleidete Narren in der Bürgerhalle zusammen. Neben karnevalistischem Spaß gab es auch Schecks. Von Jens Dörr

Was ist groß, was ist klein? Sagt man Fastnacht, Fassenacht, Karneval oder Fasching? Ruft man (wie in Dieburg) Äla oder Helau (wie in Eppertshausen)? Manche schwören auf den regional geprägten richtigen Begriff, überstrapazieren sollte man die Genauigkeit eines Terminus’ in der Fünften Jahreszeit derweil nicht. Die SPD Eppertshausen und die Dieburger „Lebenshilfe“ mit ihren vielfältigen Angeboten für Menschen mit Behinderung jedenfalls nennen ihren Beitrag zur Narretei „Kleines Faschingsfest“. Seit 41 Jahren existiert es bereits und brachte nun wieder bunt kostümierte Jecken mit und ohne Behinderung zur ausgelassenen Feier in Eppertshausens Bürgerhalle zusammen.

Jennifer und Andreas Larem, die auf der Bühne durchs Programm führten, mussten dabei vorab ein wenig umdisponieren: Wegen Krankheit und aus weiteren Gründen konnte von den vier geplanten Auftritten der „Lebenshilfe“ nur eine stattfinden. Die Frauen und Männer von „Handiclapped“ – ein Wortspiel aus „Handicap“ und „clab“ (klatschen) – meisterten ihren Gig zur Musik aus der Dose aber mit Bravour. Ansonsten wurde auch live gespielt: Werner Utmelleki am Schlagzeug zeichnete dafür verantwortlich.

Eine Herausforderung neben dem Ausfall der drei Gruppen sei in diesem Jahr auch der frühe Termin der Fastnacht gewesen, gab unterdessen Eppertshausens SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Larem zu Protokoll. Dennoch habe man die Veranstaltung („Sie hat in keinster Weise einen politischen Hintergrund“) gemeinsam mit der „Lebenshilfe“ einmal mehr meistern können – auch wegen der Synergieeffekte, die der Kindermaskenball des FV Eppertshausen am Tag zuvor mit sich gebracht hatte. So musste der große Saal etwa nicht aufs Neue bestuhlt werden. Den Aufbau hatte am Samstagvormittag der FVCA-Elferrat übernommen, der auch am Sonntagnachmittag im Anschluss an einen Ausflug in der guten Stube der Gemeinde vorbeischaute. „Darüber sind wir sehr dankbar“, hob Hans-Joachim Larem hervor.

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Dankbar waren SPD und „Lebenshilfe“ auch für die Beiträge zum Programm: Die FVCA-Gruppe „Knackfrisch“ gab unter der Leitung von Ulrike Müller quasi die vorgezogene Generalprobe für die FVCA-Sitzungen. Später kamen auch noch „Heidi’s Tanzmäuse“ (Leitung: Heidi Anton) und die Kindertanzgruppe (Leitung: Inka Burhofer), beide vom Odenwaldklub, zum Einsatz. Die Bretter, die die Welt bedeuten, erstürmten auch die TAV-Gruppen „EinzigArt“ (Leitung: Andrea Sering) und „Just for fun“ (Leitung: Janina Nike). Weiterhin legte der FVCA-Elferrat eine Gesangsdarbietung hin.

Freuen durfte sich die „Lebenshilfe“, neben der guten Stimmung mit Polonaise und dem gelebten Integrationsgedanken, über zwei Spenden: Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann übergab an Christine Ortwein-Kartmann 155 Euro, die die Gemeinde beim verregneten Grenzgang im Herbst gesammelt hatte. Den Inhalt einer Spendendose des „Kleinen Faschingsfests“ aus dem Vorjahr, 70 Euro, stellte für die SPD zudem Hans-Joachim Larem zur Verfügung. Die Spenden dieses Jahres sollen 2017 übergeben werden.

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Quelle: op-online.de

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