Colin Murmann witzelt am Montag im Hessen-TV

Jüngster FVCA-Büttenredner: Telegener Schulbub-Spaß

+
Colin Murmann, mit zwölf Jahren jüngster Büttenredner des FVCA Eppertshausen, witzelt als „Schulbub“ heute Abend in der Bürgerhalle und am Montagabend im Hessenfernsehen.

Eppertshausen - Colin Murmann ist mit seinen zwölf Jahren nicht nur der jüngste Büttenredner der Fußballvereins-Carnevalabteilung (FVCA). Er vertritt am Montagabend im Hessenfernsehen auch die organisierte Narretei seines Heimatortes. Von Jens Dörr 

Er spielt eine Rolle, die ihn noch ein paar Jahre tragen dürfte: Mit seinen zwölf Jahren ist Colin Murmann in der Tat ein „Schulbub“, und als Sechstklässler der Dieburger Goetheschule vom „School’s out forever“ auf jeden Fall noch ein paar Sonnenumrundungen der Erde entfernt. Der kurz vor dem Eintritt ins Teeniealter stehende Eppertshäuser bringt seit 2015 die Narren im Ort zum Schenkelklopfen, so am gestrigen Freitagabend bei der Premiere der FVCA-Sitzung und am heutigen Samstagabend noch einmal. Und doch hat Eppertshausens jüngster Büttenredner diesmal noch einen draufsetzen dürfen: Am Montag ab 20.15 Uhr witzelt er im Fastnachtswettstreit „Hessens bester Kappen-Klub“ im Hessenfernsehen.

Die Aufzeichnung dazu hat bereits stattgefunden, das Ergebnis ist bis zur Ausstrahlung noch geheim. Einen bleibenden Eindruck hat das TV-Erlebnis auf den jungen Eppertshäuser allemal hinterlassen: „Das war sehr beeindruckend“, erzählt er, „überall waren Kameras. Einer vom Fernsehen hatte eine am Bauch, ist damit dauernd um mich rumgesprungen.“ Aus dem Konzept habe ihn das nicht gebracht, gleichwohl es noch einmal andere Rahmenbedingungen als bei seinen bisherigen Auftritten schuf.

Seinen Einstieg in die wortgewandte Narretei fand Colin im vergangenen Jahr: Beim fastnachtlichen Abend des TTC Eppertshausen – wenn der Zwölfjährige nicht ulkt, bestreitet er seine Freizeit insbesondere mit Tischtennis beim TTC und Fußball beim FV – stieg er mit einer Rede eben in der Rolle des „Schulbubs“ ein. Geschrieben hatte den Vortrag sein Vater Lutz, selbst als Büttenredner aktiv. Die Familie war und ist in der fünften Jahreszeit ziemlich eingespannt: Der verstorbene Opa Jaky Murmann stand wie Lutz und nun Colin bereits in der Bütt; Colins Mutter Kerstin tanzt bei der FVCA-Formation „Knackfrisch“ mit, die für Eppertshausen ebenfalls beim Wettstreit im Hessenfernsehen mitmischte und am Montagabend über den Bildschirm flimmern wird (voraussichtlich auch bei einem kleinen Public Viewing des FVCA in der Bürgerhalle). Colins älterer Bruder Niklas arbeitet bei den Sitzungen am reibungslosen Bühnenablauf mit und damit eher hinter den Kulissen.

Fastnacht-Bilder zur DJK-Kostümsitzung in Münster

Nur Bruder Kevin (7) ist nicht dabei – noch nicht. Eher unwahrscheinlich indes, dass er auf Dauer die Pappnase liegen lassen statt sie aufsetzen wird. Denn auch Colin saugte schon früh die Faszination der tollen Tage auf. Opa und Oma hätten ihn früher schon immer zu den Sitzungen mitgenommen, „beim Finale mit dem Elferrat bin ich dann schon hoch auf die Bühne“. Heute richten sich die Augen eine Viertelstunde lang nur auf Colin, wenn er seine Gags platziert. Die schreibt ihm sein Vater als verwobenes Gesamtwerk, weshalb es ihm auch schwer falle, einzelne Witze hervorzuheben, wie Colin zu Protokoll gibt. Mit den meisten Späßen, die ihm sein Vater vorlege, könne er sich anfreunden. In diesem Jahr, als Colin seine Generalprobe abermals beim TTC absolvierte, sei aber auch ein Witz dabei gewesen, „bei dem kaum einer gelacht hat“. Der ist gestrichen und gestern Abend beim FVCA nicht präsentiert worden.

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare