Model und Markenbotschafter in Sozialen Netzwerken

Fitness-Talent Nam Vo hat sich im Web einen Namen gemacht

Eppertshausen - Nam Vo aus Eppertshausen hat sich einen Namen als Fitness-Model und Markenbotschafter in Sozialen Netzwerken gemacht. Ist das der Anfang einer großen Karriere? Von Katrin Muhl 

Nam Vo will eine Marke werden. Und scheint auf dem besten Weg dahin. Sein Produkt? Sein Körper. Auf 187 Zentimetern verteilen sich 90 Kilogramm, ein Großteil davon ist Muskelmasse. Die stellt der 24-jährige Fitness-Trainer aus Eppertshausen gern zur Schau. Täglich lädt er Fotos von sich in Sozialen Netzwerken hoch, um sie mit Internet-Nutzern weltweit zu teilen. Mehr als 60. 000 Abonnenten folgen „Nam Vo aka. fit4passion“ seit Ende des vergangenen Jahres bei Instagram, deutlich weniger sind es (noch) bei Facebook. Vor neun Monaten kam ein YouTube-Kanal dazu.

Nam Vo aus Eppertshausen startet als Fitness-Model durch.

„Jo Leute was geht ab? Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt“, sagt Vo, der vietnamesische und afro-amerikanische Wurzeln hat, in die Kamera. Dazu trinkt er einen Espresso, der „richtig rein haut“. Dann kündigt er ein „echt geiles“ Koch-Video an, indem Kumpel Lukas und er proteinreiche Pfannkuchen braten und Fitness-Burger zubereiten. Rund 2 000 Mal wurde das Video angesehen. Nicht viel, wenn vergleichbare Kanäle auf Zehntausende, gar Hunderttausende Aufrufe pro Clip kommen. Bei YouTube ist Vo noch ein kleines Licht. Sein Instagram-Profil dagegen hat ihm attraktive Kooperationen mit Unternehmen aus der Fitnessbranche eingebracht hat. Nicht unbeteiligt am Erfolg im Bilder-Netzwerk ist Fotograf Max Buchheim, der seinen Kumpel von Anfang an ins rechte Licht gerückt hat. Ein professionelles Management soll Vo nun richtig groß rausbringen.

Noch lässt der große Durchbruch auf sich warten. Glaubt man Vo, ist der allerdings zum Greifen nah. Schon jetzt kann er sich als Werbeträger für unterschiedliche Unternehmen über etliche Vorzüge freuen: In einem Eppertshäuser Fitnessstudio stählt er seinen Körper inzwischen für lau. Trainingskleidung schicken ihm die Hersteller kostenlos zu und statt dreimal täglich zu kochen, stellt er ein Handy-Foto von sich und den Mahlzeiten ins Netz, die ihm dreimal täglich geliefert werden. Sein Essen auf Rädern ist nicht irgendwas. An 344 Tagen im Jahr achtet er darauf, was in seinem Magen landet, ernährt sich „hundert Prozent clean“ und verzichtet in Definitionsphasen fast ganz auf Kohlenhydrate: „Mehr als eine Banane ist dann nicht drin.“ Einmal im Monat ist Schummeln erlaubt. Dann gönnt sich Vo alles, was er eigentlich so gerne isst, sich aber sonst verwehrt: „Pizza, Burger, Pommes, Döner, Donuts“, zählt er auf.

Laufen und Trimmen: Mehr Abwechslung beim Workout

Lohn genug für den Verzicht auf Süßes und Fettiges sind ihm die Jobs als Fitness-Model und Werbeträger allemal. Hinzu kommen künftige Projekte, von denen Vo stolz berichtet – über die er aber noch nicht so viel verraten darf. Er spricht etwa über eine Rolle in einer Serie und kündigt ein Handy-Programm an, bei dem Nutzer seine Ernährungs- und Trainingstipps direkt auf ihr Mobilgerät bekommen.

Während Vo erzählt, wie sich sein Leben in den zurückliegenden Monaten verändert hat, schüttelt er immer wieder leicht ungläubig den Kopf: „So krass!“ Erst 2015 fasste er, motiviert von anderen Fitness-Models, die bei der Fitnessmesse „Fibo“ an Ständen großer Firmen um Aufmerksamkeit warben, den Entschluss: „Nächstes Jahr bin ich auch dabei. Was die können, kann ich auch.“ Gesagt, getan. Mittlerweile kann er sich vor Angeboten für solche und andere Werbeaufträge kaum retten. „Ich kann gar nicht alles annehmen“, sagt er, „dazu fehlt mir schlicht und einfach die Zeit.“ Schon länger hat die anfängliche Nebenbeschäftigung mehr Raum eingenommen als das Maschinenbau-Studium an der Hochschule Darmstadt. Tendenz steigend. Das zumindest prophezeien Fans, die kommentieren: „Super motivierender Sportler! Wir wollen mehr sehen ...“

Quelle: op-online.de

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