Gesangverein Germania Eppertshausen

„Frisches Blut“ gesucht

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Zu Ehren der 20-jährigen Dirigentschaft von Hans Dieter Müller lud die Eppertshäuser Germania 2014 zum großen Konzert „Music and Friends“ ein. Im anstehenden Jubeljahr werden einige Festauftritte folgen - Foto: jd Germania wird 125 Jahre alt und wartet mit einem großen Jubelprogramm auf: „Lalelu“ kommen und es gibt zwei Liederabende nebst akademischer Feier.

Eppertshausen - Als sich der Gesangverein Germania Eppertshausen im Jahr 1890 gründete, versammelten sich 17 Sangesfreunde um den Tisch.

Heute hat allein der von Hans Dieter Müller dirigierte Männerchor 43 aktive Sänger, zum Höchststand 1951 waren es mit 85 allerdings auch schon mal doppelt so viele. Auf seine bewegte Geschichte schaut die bei Chorwettbewerben mit vielen Preisen dekorierte Germania 2015 besonders gern zurück: Der traditionsreiche Eppertshäuser Verein wird 125 Jahre alt. Für das Jubiläumsjahr hat die Germania einiges geplant. Los geht es am 31. Januar mit dem Kappenabend in der TAV-Halle, der alljährlich zum Programm gehört. Als Stammtermin erhalten bleibt auch das 1. Mai-Fest an der Bürgerhalle, das bei der Finanzierung der Vereinsaktivitäten keine unerhebliche Rolle spielt. Am ersten Advent findet das große Kirchenkonzert in St. Sebastian zugunsten der Pfarrhaussanierung statt.

Jubiläumsbesonderheiten sind unterdessen die Akademische Feier am 18. April und Liederabende mit befreundeten Vereinen am 12. und 13. Juni - alles in der Bürgerhalle. Für den 19. September hat die Germania die A-cappella-Comedy-Gruppe „Lalelu“ aus Hamburg verpflichtet. Das Quartett aus der Hansestadt hat sich bundesweit einen Namen gemacht und im vergangenen Jahr mit 130 Auftritten so viele wie nie zuvor absolviert. Auf die ganz großen Zeltfeste der Vergangenheit angesprochen, skizziert der Germania-Vorsitzende Hans Müller, wie sich die Zeiten ändern. Zum 90-jährigen Bestehen im Jahr 1980, als die Germania ein 4 000-Mann-Zelt für damals 18 000 Mark aufstellen ließ, engagierte der Verein noch die Mainzer Hofsänger und durfte sich in Eppertshausen tausender Besucher gewiss sein. Heutzutage setzt der Chor stattdessen auf einen bunten Strauß kleinerer Veranstaltungen, um das Jahr 125 nach der Gründung gebührend zu begehen.

Eine Herausforderung bleibt Müller zufolge dabei bestehen: „Wir wollen unserem Chor frisches Blut zuführen.“ In der jüngeren Vergangenheit habe man es geschafft, „natürliche Abgänge“ durch neue Sänger zu kompensieren. Das bleibe eine Daueraufgabe. Die Germania bietet Zugängen in diesem Zusammenhang nicht nur Schnuppersingstunden, sondern ein ganzes beitragsfreies Einstiegsjahr an. Zum großen Verein gehört neben dem Männerchor auch das Ensemble „Musica“ sowie die Theatergruppe. Sie führt Stücke im zweijährigen Turnus - das nächste Mal voraussichtlich wieder 2016 - auf.

jd

Quelle: op-online.de

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