Umlegung Abteiwald abgeschlossen

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Sanierungsstau am Haus Westermann, Seniorenanlage im Neubaugebiet und Herrichtung des Pappelwegs den Bürgern erläutert. Im Norden und im Osten der Gemeinde bewegte sich der diesjährige Eppertshäuser Grenzgang. Rund 60 Bürger waren am ersten Advent dabei.

Eppertshausen - Valentin Freund und Jürgen Reinecke sind gestandene Wanderführer beim OWK. Bei ihren Touren sind sie anspruchsvolles Auf und Ab gewöhnt. Von Michael Just 

Beim jüngsten Eppertshäuser Grenzgang, der weniger als Wanderung sondern vielmehr als ausgedehnter Spaziergang zu bewerten ist, waren sie trotzdem dabei. Beide hatten dabei Ansinnen, die über die körperliche Betätigung hinausgingen: „Man will natürlich auch wissen, was es neues in der Gemeinde gibt“, zeigte sich Jürgen Reinecke auf die Informationen des Bürgermeisters gespannt. Für Valentin Freund empfiehlt sich eine Teilnahme schon deshalb, um sich im Wald orientieren zu können: „Die Schneisen sind ja in Quadrate aufgebaut. Viele Bürger kennen das System nicht und verlaufen sich deshalb nur ein paar hundert Meter vor der Haustür ganz schnell.“ In diesem Jahr startete der Grenzgang am Haus Westermann, wo man in nördlicher Richtung schon bald in den Kreis Offenbach eintrat. Danach hielt sich die Gruppe gen Osten, um in einem großen Bogen in, oder an, den Gemarkungen von Babenhausen, Hergershausen und Münster wieder in die Heimat zurückzukehren. Der Abschluss wartete in der Bürgerhalle mit einem freien Eintopf für alle 60 Teilnehmer.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Rainer Eder, hatte Bürgermeister Carsten Helfmann die ersten Informationen gleich am Haus Westermann parat. Dort gab es Auskunft darüber, wieso sich die Sanierung der Grillhütte im Rundbauformat verzögert. Wie Helfmann erläuterte, seien die Türanschläge von den Handwerkern falsch angebracht worden. Das ziehe auch die Folgearbeiten wie den Fußbodenbelag in Mitleidenschaft. Sei das Haus Westermann fertig, könnten sich die Bürger aber auf einen modernen Anlaufpunkt mit neuer Stromversorgung, neuer Elektroheizung, neuem Anstrich und geändertem Außenpflaster freuen. Der Unterstand auf dem Freigelände werde vergrößert. Auch plane die Verwaltung den Ankauf neuer Sitzgarnituren.

Weitere Erläuterungen gab es zur geplanten Sanierung des Pappelwegs, der sich nicht weit vom Storchennest befindet. 250 000 Euro will die Gemeinde dafür, je zur Hälfte aus den Haushalten 2015 und 2016, in die Hand nehmen. Damit sollen Inliner und Radfahrer auf dem Feldweg zukünftig holperfrei vorwärts kommen. Die Arbeiten dürften im Sommer 2015 beginnen. Das geplante Baugebiet Abteiwald wurde ebenfalls thematisiert: Hier hätten alle Grund- und Bodeneigentümer, nach eineinhalbjährigen Verhandlungen, der freiwilligen Umlegung zugestimmt. Im zukünftigen Baugebiet bekommen sie eine neue Fläche zugewiesen. Für die Einrichtung von Straßen oder Gehwegen und zur Deckung der Erschließungskosten wird die allerdings um bis zu 30 Prozent kleiner als zuvor ausfallen.

Neben den rund 25 bis 35 gemeindeeigenen Bauflächen soll auch eine Seniorenwohnanlage entstehen. „Wir sprechen nicht von einem Pflegeheim sondern von serviceorientiertem Wohnen“, sagte Helfmann. Dabei werden noch relativ eigenständige Senioren durch Dienstleistungen unterstützt. Der Spatenstich fürs neue Baugebiet erfolgt wahrscheinlich im vierten Quartal 2014. Neben den Informationen des Bürgermeisters blieb noch reichlich Zeit zum Austausch der Grenzgänger untereinander und um die Natur vor dem bevorstehenden Winter zu genießen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Nach vierzig Minuten wartete eine Pause mit Erfrischungen und einen wärmenden Schnaps. Beim Abschluss-Eintopf in der Bürgerhalle, den das DRK zubereitete, konnten die verbrannten Kalorien wieder draufgepackt werden.

Quelle: op-online.de

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