Hobbykünstler-Schau mit großem Besucherandrang

Großer Zuspruch für kreative Unikate

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Bald beginnt die Adventszeit. Entsprechende Angebote waren auf der 22. Hobbykünstler-Ausstellung in der Eppertshäuser Bürgerhalle am Wochenenden gefragt.

Eppertshausen - Zum 22. -mal haben die Hobby-Künstler Eppertshausen am Samstag und Sonntag ihre einmal jährlich stattfindende Ausstellung veranstaltet. Was einst mit einer Handvoll Kreativer in der TAV-Halle begann, ist längst ein größerer Markt in der Bürgerhalle geworden. Dort waren am Wochenende auch einige Neulinge unter den Standbetreibern. Von Jens Dörr 

Mit 19 Mitgliedern, in der Regel selbst ausstellende Künstler, ist der Eppertshäuser Verein zwar ein kleiner, zugleich aber regional aufgestellter mit Zugkraft über die Ortsgrenzen Eppertshausens hinaus. Schriftführerin Monika Schramm ist ein Beispiel dafür: Sie stammt aus Dieburg, lebt in Altheim und widmet sich in ihrer Freizeit dem Design von Handtaschen. Kontinuierlich steht bei ihr die filigrane Arbeit an kleinen Mäppchen bis hin zu großen Markttaschen als Hobby auf dem Programm. „Das fing bei mir einst damit an, dass ich Kleidung für meine Kinder genäht habe“, blickte sie am Samstag zurück. Nach einem Workshop wandte sie sich speziell den Taschen zu. „Ich nähe das ganze Jahr über, auch auf Bestellung“, so Schramm. Zwischen 15 und 75 Euro kosten ihre Unikate, von denen sie in Eppertshausen alljährlich einige verkaufe. Zudem sei sie bei Kreativmärkten in Dieburg und Michelstadt sowie bei „Kunst in Münster“, der ehemaligen „Kunst zwischen der Kerb“, dabei.

Im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit für die Hobby-Künstler Eppertshausen liefen bei Schramm auch in diesem Jahr viele Fäden zusammen. Die Anmeldungen gehen über ihren Tisch, womit sie am Wochenende zusammen mit der Vorsitzenden Heidelinde Hennek den besten Überblick über die Zusammensetzung der Anbieter im großen Bürgerhallen-Saal besaß. Hennek beschrieb, dass man mit 25 Ausstellern nahezu ausgebucht gewesen sei. „30 bekämen wir maximal rein, 28 hatten sich angemeldet.“ Drei von ihnen hätten krankheitsbedingt kurzfristig absagen müssen.

Unter den verbliebenen Künstlern waren auch einige, die erstmals ihre Produkte in Eppertshausen feilboten. Zu ihnen gehörte das Drei-Frauen-Team um die Semderin Birgit Doerfel, die verlockende Offerten aus Marmeladen, Likören und anderen Köstlichkeiten machte. Auch das Kredenzen hochwertiger Lebens- und Genussmittel kann schließlich nicht nur Handwerk, sondern auch Kunst sein – wobei die Grenze bekanntlich fließend ist. Edeltraud Trippel aus Sickenhofen traf unterdessen wieder mit ihren Adventsdekorationen einen Nerv und hatte zusammen mit Helferinnen aus der Familie nicht nur wegen der beiden Ausstellungstage selbst eine herausfordernde Woche: „Das muss ja alles frisch produziert werden“, sagte sie. „Seit Mittwoch haben wir an den Sachen gearbeitet.“

Lohn der Mühen waren viele Besucher, die bereits am ersten der beiden Ausstellungstage kamen – und auch da früher als erwartet. Nachdem der Zuspruch im vergangenen Jahr Heidelinde Hennek zufolge „allgemein weniger“ gewesen sei, zog er in diesem Jahr wieder an. „Schon vor der Eröffnung am Mittag waren die ersten Leute da“, so Hennek über den starken Zuspruch zum Auftakt. Die „frühen Vögel“ ließ man natürlich nicht vor verschlossener Tür stehen, sondern bereits vor dem offiziellen Ausstellungsstart an die „Würmer“ ran. Ob in Form von Handtaschen, Feinkost oder Adventskränzen.

Quelle: op-online.de

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