Kriminalroman aus Eppertshausen

Mörderjagd auf dem Kreuzfahrtschiff

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Günter Fanghänel an seinem Schreibtisch: Hier entstehen die Geschichten um die beiden Kommissare Schreiber und Richter.

Eppertshausen -  Die Schreiberei liegt Günter Fanghänel im Blut. Aus der Feder des pensionierten Mathematik- Professors stammen nicht nur etliche Fachartikel, auch spannende Schmöker sind sein Repertoire. Jetzt hat Fanghänel seinen dritten Kriminalroman vorgelegt. Von Katrin Muhl 

Es ermitteln wieder die Kommissare Schreiber und Richter, denen diesmal der Sommerurlaub nicht vergönnt ist. Auf hoher See lösen sie einen neuen, rätselhaften Mordfall. Es hätte eine entspannte Kreuzfahrt werden sollen. Doch ehe sie sich versehen, stecken die Kommissare Günter Schreiber und Karl Richter wieder mitten in einem neuen Verbrechen. Statt mit ihren Frauen den wohlverdienten Urlaub zu genießen, sucht das befreundete Ermittler-Duo den Mörder einer Toten, die in Kabine 8032 gefunden wurde. Schreiber und Richter kommen aus Gera und kennen Eppertshausen bestimmt nicht mal vom Hörensagen. Nicht so Autor Günter Fanghänel, der vor elf Jahren hergezogen ist. In seinem Kriminalroman „Die Tote in Kabine 8032“ schickt er die Komissare nun zum dritten Mal auf Verbrecherjagd. Ihren Scharfsinn bewiesen hatten sie bereits in „Der Tote vom Teufelstal“ und „Der Tote auf Gleis 2“.

„Mir fällt einfach immer wieder was ein“, antwortet Günter Fanghänel achselzuckend auf die Frage, woher er denn die Inspiration für einen weiteren Band genommen habe. Die Idee für das aktuelle Buch basiert auf einer der zurückliegenden Kreuzfahrtreisen, die der 80-Jährige mit Ehefrau Christel unternommen hat. „Das Schiff auf dem wir selbst waren, habe ich im Buch ziemlich genau beschrieben. Und in Kabine 8032 haben wir auch einmal gewohnt“, verrät er.

Günter Fanghänel sitzt in seinem Arbeitszimmer, das mit einem Schreibtisch aus dunklem Holz, einem dazu passenden Schrank und einem kleinen Sofa mit Beistelltisch schon fast ausgefüllt ist. Hier entstehen seine Geschichten. Und alles, was der promovierte und habilitierte Mathematikdidaktiker als Autor für Fachzeitschriften und Lehrmaterial in den PC tippt. „Meistens schreibe ich vormittags“, erzählt er, „abends schau ich lieber fern.“ Dann flimmern Fußballspiele oder Krimis über den Bildschirm, alternativ liest er ein Buch, in dem – wie könnte es anders sein – Gesetzesbrecher zur Strecke gebracht werden. „Ist eine Leidenschaft von mir“, erklärt Fanghänel.

„Die Tote in Kabine 8032“ ist erschienen bei Books on Demand, ISBN: 9783839147641, Preis: 12,90 Euro; „Der Tote vom Teufelstal“, ISBN: 9783844812299, „Der Tote auf Gleis 2“, ISBN: 97837322-84986.

Selbst zum Stift gegriffen hat er auf den Vorschlag seiner Ehefrau hin. „Statt immer so viele Krimis zu lesen, schreib doch mal selber einen“, hatte sie damals zu ihm gesagt. Mit dem Schreiben allein ist es noch nicht getan. Günter Fanghänel vertreibt seine Bücher im Selbstverlag und muss sich deshalb auch um Cover-Gestaltung, Klappentext und die Vermarktung kümmern. Darum, großes Geld zu verdienen, geht es dem Autor aber nicht. „Das schreiben ist ein Hobby, mehr nicht“, sagt er. Über Buchverkäufe freut er sich trotzdem. Daraus schließt er, dass seine Geschichten gut ankommen.

Quelle: op-online.de

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