2014 hohe Geburtenrate

Kita-Plätze sind ein rares Gut

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Viel Platz, der aber schon bald bebaut sein will, hat Eppertshausen zwischen zwei mittlerweile bezogenen Quartieren. Die Geburtenrate steigt und der Integration in den Kitas sind weitere Plätze geschuldet. Eine neue Kita muss her.

Eppertshausen - Es wird eng in den beiden Kitas der Gemeinde. Trotz deren Ausbaus in den vergangenen Jahren reichen die Plätze nicht mehr für den steigenden Bedarf. Von Thomas Meier 

Jetzt kommt ein Prüfantrag in die Gemeindevertretung, Die Vorbereitung für den Bau einer zusätzlichen Kindertagesstätte mit Raum für fünf bis sechs U3-Gruppen läuft an. Die CDU-Mehrheitsfraktion bringt den Prüfantrag ein und will mehrere Fragen geklärt wissen. Zunächst die nach einem geeigneten Grundstück für die Kita. Die Verwaltung soll eruieren, welche planungsrechtlichen Schritte dem Neubau vorzuschalten sind. Auch soll man sich im Rathaus kundig machen, welche Baukosten auf Eppertshausen zukommen. Dazu sollen dem Parlament Erfahrungswerte benachbarter Kommunen vorgelegt werden. Schließlich will die Union wissen, mit welchen Zuschüssen die Gemeinde rechnen kann.

Handlungsbedarf ist wahrlich gegeben in der sich nach außen so familienfreundlich präsentierenden Gemeinde. Nicht nur, dass mit dem mittlerweile fertig bebauten und bezogenen Quartier „Im Eichstumpf“ zahlreiche Neubürger nebst Kindern in der Gemeinde leben, jetzt steht auch die Arrondierung des nächsten Neubauviertels „Am Abteiwald“ ins Haus. Und die Nutzungsquote der Unterdreijährigen nimmt stetig zu. Fraktionsvorsitzender Stephan Brockmann erläutert in seiner Antragsbegründung, dass 2006 in Eppertshausen zehn U3-Plätze zur Verfügung standen, man aktuell bereits bei 40 Plätzen liege. „Zukünftig werden wohl bis zu 70 Plätze angefragt werden“, stützt sich der Kommunalpolitiker auf neueste Erhebungen. Eine erhöhte Anzahl von U3-Plätzen würde in der derzeit vorhandenen Gruppen mit gemischter Alterstruktur zu einer Reduzierung der Betreuungsplätze für Kinder über drei Jahre führen.

Kinder sicheren Umgang mit Feuer üben lassen

Eine weitere Besonderheit führt Brockmann in seiner Antragsbegründung an: 2014 war ein für Eppertshausen außergewöhnlich fruchtbares Jahr. Wurden früher im Durchschnitt zuvor zwischen 50 und 55 Kinder jährlich im Ort geboren, so waren es vor zwei Jahren 72 Geburten, die zu Buche schlugen. Und somit benötigt die Gemeinde nun zusätzlich 17 Ü3-Plätze. Brockmann zu dieser Entwicklung: „Es erscheint sinnvoll, die bisherigen gemischten U3/Ü3-Gruppen aufzulösen.

Und noch eine Entwicklung gilt es für den höheren Bedarf an Kita-Plätzen zu beachten: Eine steigende Zahl von Integrationsplätzen reduziert die Zahl der tatsächlich nutzbaren Plätze. Denn wird ein Kind mit besonderem Förderbedarf in einer Kita-Gruppe betreut, reduziert sich automatisch die Gesamtgruppenstärke.

Mit der Erschließung des Neubaugebietes „Am Abteiwald“ werde die kommenden Jahre der Platzbedarf auf hohem Niveau bleiben und noch weiter ansteigen, prognostiziert die CDU. Und sie verweist abschließend zu ihrem Prüfantrag, der am Dienstag, 6. September, 20 Uhr, öffentlich im Rathaus am Franz-Gruber-Platz behandelt wird, nicht nur auf die erhöhte Nachfrage, sondern auch auf den Rechtsanspruch der Eltern, dem es gerecht zu werden gelte.

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Quelle: op-online.de

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