Kommunion in Eppertshausen

Glauben ist nicht nur für Kinder

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Insgesamt 23 junge Eppertshäuser freuten sich über ihre Erstkommunion.

Eppertshausen - Es ist einer der Tage im Leben eines jungen katholischen Christen, der zu den bedeutendsten zählt und meist für immer unvergessen bleibt: der Gang zur ersten heiligen Kommunion. Von Michael Just

Sowohl die Zeremonie in der Kirche als auch später die Feier im Kreis der Familie und der Verwandten nimmt dabei einen Schwerpunkte ein. 23 Eppertshäuser Mädchen und Jungen waren es in diesem Jahr, die in St. Sebastian das erste Abendmahl empfingen. Die Vorbereitungen dafür gingen aber bereits im letzten Jahr mit verschiedenen Aktionen los. Während der Fastenzeit fanden dann regelmäßige Treffen mit Unterstützung der Eltern statt, die in die Bedeutung der Eucharistie und wichtiger Glaubensgrundlagen einführten. Beim feierlichen Einzug der Kommunionkinder in die Kirche fiel auf, dass die meisten sich nicht für ein aufwendiges Kommunionkleid oder einen adretten Anzug entschieden hatten, sondern ein einfaches Gewand wählten. Das zeugte von Demut und einer Konzentration auf das Wesentliche. Den Gottesdienst gestalteten die Kinder zu weiten Teilen mit, etwa bei der Übernahme der Lesung mit dem Brief an die Korinther.

Pfarrer Harald-Christian Röper sagte in seiner Predigt, dass sie an diesem Tag ein Fest des Glaubens begehen. Das sei nicht so ungewöhnlich, wie es vielleicht den Anschein hat: „Schließlich sind wir jeden Sonntag zu einer solchen Feier eingeladen.“ Aus diesem Grund bezeichnete er es eher als bedenklich, den Weißen Sonntag in den Himmel zu heben. Damit regte er jene Besucher zum Nachdenken an, die nur zu großen Anlässen in die Kirche kommen. Des Weiteren rief er mit Blick auf die erste Kommunion ins Gedächtnis, dass der Glaube keine Angelegenheit nur für die Kleinen sei und die Bibel schon gar kein Kinderbuch darstelle. Diese falsche Annahme komme heutzutage leicht auf, wenn man sehe, dass in den meisten Familien die Heilige Schrift vorrangig in den Kinderzimmern liegt und Eltern ihren Nachwuchs vor der Kirche absetzen, selbst aber nicht an der Messe teilnehmen. „Nur die Kinder zu schicken bringt nichts. Erwachsene sollten ihnen ein Vorbild sein, als Christen zu leben“, so Röper.

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2014

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2014

Die Kommunionkinder heißen: Moritz Jakob Beyer, Nina Brockmann, Mathias Michael Buysch, Alina da Silva Moitas, Alessio Diviggiano, Andreas Duda, Hiyab Embaye, Emelie Marie Ender, Timo Enders, Leon Gensert, Luis Gensert, Julia Hoffmann, Lena Kaiser, Julia Koch, Simon Lautenschläger, Sierk Lessnau, Marcel Maier, Lars Müller, Johannes Roth, Enya Trautmann, Leon Vieth, Janne-Hendrik Weber und Paul-Ferdinand Wiemer.

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2015

Kommunion und Konfirmation: Bilder aus der Region

Quelle: op-online.de

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