Kinder aus vier Kommunen müssen nicht mehr an Lobe-Schule

Kürzere Schulwege für Sprachheilschüler

Eppertshausen - Die CDU-Fraktion setzt im Kreistag kürzere Schulwege für Schüler mit „Förderschwerpunkt Sprachheilung und Hören“ durch.

Das bedeutet für Kinder aus Modautal, Mühltal, Ober-Ramstadt und Roßdorf , dass sie nicht mehr den weiten Weg zur Mira-Lobe-Schule, Sprachförderschule des Kreises, nach Eppertshausen auf sich nehmen müssen. Um ihnen die weiten Wege zu ersparen, können sie künftig nach Griesheim zum Unterricht in die Sprachheilschule am Kiefernhain gehen. „Ohne Wissen der entsprechenden Kommunen und Information an den Schulausschuss hatte der Landkreis als Schulträger eine Umorganisation vorgenommen, die hörgeschädigte Kinder in vier Kreiskommunen schwer trifft“, begründete die CDU-Abgeordnete Dr. Astrid Mannes die Ausgangslage des CDU-Antrages.

Gingen Grundschüler aus Modautal, Mühltal, Ober-Ramstadt und Roßdorf, die eine Schule mit dem „Förderschwerpunkt Sprachheilung und Hören“ besuchten, bislang auf die nahegelegene Herderschule in Darmstadt, so müssen sie seit 2015 statt dessen die Mira-Lobe-Schule in Eppertshausen besuchen und damit zum Teil einen über einstündigen Schulweg (einfache Strecke) auf sich nehmen. Unzumutbar, fanden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die CDU.

In ihrem Antrag zur Kreistagssitzung forderte die CDU, dass Grundschüler mit Förderbedarf im Bereich Sprachheilung und Hören aus diesen vier Kommunen künftig wieder die Herderschule in Darmstadt besuchen dürfen. Dezernent Christel Fleischmann wies auf die Gastschulbeiträge an Darmstadt hin, die vom Kreis gezahlt werden müssten. So wurde der Antrag derart geändert, dass den Eltern aus den vier Gemeinden künftig zumindest eine Wahlfreiheit zwischen den beiden Schulen mit dem „Förderschwerpunkt Sprachheilung und Hören“ in Griesheim und Eppertshausen zugestanden wird.

tm

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare