LaLeLu-Konzert zum 125-Jährigen der Germania

Nicht nur der Mond hört zu

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LaLeLu haute zum Geburtstag bei der Germania Eppertshausen in der Bürgerhalle mächtig auf die Koffer-Pauke.

Eppertshausen - LaLeLu – dahinter verbirgt sich ein bekanntes A-Cappella-Comedy- Quartett aus Hamburg – gastierte zum 125-jährigen Bestehen des Gesangvereins Germania Eppertshausen in der Bürgerhalle. Der gute Name der Formation sorgte dafür, dass interessierte Gäste die Halle bis auf den letzten Platz füllten.  Von Peter Panknin 

Als das Gastspiel beginnen sollte, ertönte der verzweifelte Ruf: „Ich kann das Frontlicht nicht steuern.“ Ermuntert durch das Klatschen des Publikums ging die Pannenbeseitigung rasch von der Hand – das Bühnenlicht erstrahlte. Da waren aber nicht nur vier Personen – die übliche Anzahl für ein Quartett – sondern die ganze Bühne stand voller Menschen. „Keine Angst, Sie sind nicht in der falschen Veranstaltung. Der Projektchor aus Freigericht hat es sich nicht nehmen lassen, Hans-Dieter Müller zum 60. Geburtstag ein Ständchen zu bringen“, wurden die Zuschauer aufgeklärt. So kam es, dass zunächst der Projektchor unter der Leitung von Dr. Martin Trageser mit „Zum Geburtstag viel Glück“ den gesanglichen Teil eröffnete.

Das Ensemble von LaLeLu beteiligte sich freilich an dem Liedvortrag und brachte ebenfalls seine Glückwünsche dar. Es war insgesamt ein Abend zum Feiern, denn der Gesangverein Germania Eppertshausen begeht in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag, und LaLeLu seinen 20. Jahrestag auf der Bühne. Gute, seit Jahren bestehende persönliche Kontakte zwischen Germania-Vorsitzendem Hans-Dieter Müller und Frank Valet brachten das Quartett nach einem Gastspiel in Jena nach Eppertshausen und zur gemeinsamen Feier.

Außer Frank Valet gehören noch Tobias Hanf, Jan Melzer und Sanna Nyman zum Quartett, das in Eppertshausen mit seinem Jubiläumsprogramm ein wahres Feuerwerk an guter Laune und Unterhaltung entzündete.

Gekonnter Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie

Ein gekonnter Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie brachte die Stimmung schnell nach oben. Das war ansteckend, denn als Tobias Hanf in seinem „Rückblick auf alle Hits des letzten Jahrhunderts in zehn Minuten“ mit einem lauten „Dee“ einen Hit von Harry Belafonte anstimmte, antwortete das Auditorium spontan mit „Deehehoo“, was Publikum und Sänger auf der Bühne zum Lachen brachte. Mit der Fortsetzung des Songs bestätigte Tobias Hanf das Publikum, das es mit dem „Banana Boat Song“ richtig gelegen hat. Es bedurfte keinerlei Animation von der Bühne, um die Zuhörer zum Mitmachen durch Klatschen oder Singen zu bewegen.

LaLeLu ist an 120 Tagen im Jahr auf Tournee, meist im Zug, und lebt aus dem Koffer. Welche Gefühle beim Warten auf den nächsten Zug die Gruppe bewegt, demonstrierten die vier eindringlich mit einer fast unschlagbaren Rhythmus-Darbietung, wobei ihre Rollenkoffer samt Tragegriffen eine wesentliche Rolle innehatten. Lang anhaltende, stehende Ovationen des Publikums erbrachten eine Zugabe, bei der Elvis wieder auferstanden schien. Nach dieser Zugabe wurde es dunkel im Raum, aber es war noch nicht zu Ende.

Passionsspiel in Eppertshausen

Die Finsternis hatte der Projektchor genutzt, um wieder auf die Bühne zu steigen. Bei sanftem Licht trug er „Moon River“ vor und wurde von LaLeLu abgelöst. Was die gesungen haben? Natürlich „Lalelu, nur der Mann im Mond…“. Die ausgezeichnete Stimmung im Saal beim Publikum und bei den Künstlern, deren Freude über die gelungene Veranstaltung deutlich erkennbar war, sowie die guten Kontakte zueinander lassen es nicht unwahrscheinlich erscheinen, LaLeLu mal wieder in Eppertshausen begrüßen zu können. Wer nicht darauf warten möchte: LaLeLu gastiert am 15. Januar 2016 in Darmstadts Centralstation.

Quelle: op-online.de

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