Leitlinie für Nachwuchsarbeit

Fußballverein FV Eppertshausen präsentiert neues Jugendkonzept

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Präsentierten das neue Jugendkonzept für den Fußball beim FV Eppertshausen (v. l.): Stephanie Groh, Clemens Christoph und Joachim Weber.

Eppertshausen - Konzeptionelle Gedanken stellte der FV Eppertshausen in einem Vortrag über die Neustrukturierung der Vereinsarbeit vor. Von Jens Dörr 

Bei der Saisoneröffnung mit allen Mannschaften, aber auch Mitgliedern der anderen Abteilungen des FVE, präsentierte einer der wichtigsten Vereine der Gemeinde vor Dutzenden Besuchern sein neues Jugendkonzept. Ehe es mit dem nahenden Start in die Saison 2016/17 endgültig in Kraft treten wird, haben sich die ersten Erfolge jedoch schon vorher eingestellt. Frischen Schwung brachte im Oktober 2014 die damals neue Jugendleiterin Stephanie Groh in ihr Amt beim FV Eppertshausen. „Damals haben wir in der Jugendarbeit keine Struktur vorgefunden, roter Faden und Führung haben gefehlt“, blickte sie, die auch Jugendpflegerin der Gemeinde ist, am Samstag zurück. In der Folge schaute sich Groh bei anderen Vereinen um, las sich umfassend in die Materie ein, ließ sich zur Vereinsmanagerin schulen. Schließlich wirkte sie maßgeblich daran mit, dass die vielen Ideen und Ansätze zur organisatorischen, personellen, sportlichen und verhaltenstechnischen Neuaufstellung des Eppertshäuser Jugend-Fußballs in das nun präsentierte Konzept mündeten.

Das liegt auch in Form eines 22-seitigen Heftchens vor, das am Samstag regen Absatz fand. Jugendtrainer, Betreuer, aber auch jeder Spieler und jedes Elternteil sollen sich fortan in den Grundzügen ihres sportlichen Treibens beim FVE nicht nur an den Leitlinien des Konzepts orientieren, sondern durch das Vorleben auch als Vorbild und Multiplikator wirken. Personell strukturiert ist der Jugendausschuss des FVE an der Spitze nicht nur mit Jugendleiterin Groh, sondern auch mit ihrem Stellvertreter Joachim Weber. Er fungiert zudem als Sportlicher Leiter für die G- bis D-Junioren. Sportlicher Leiter für jene Juniorenteams (C- bis A-Junioren), die auf dem Großfeld spielen, ist Frank Dotterweich. „Alles Ur-Eppertshäuser“, wie Groh mit sichtlicher Freude über das zusammengestellte Team anmerkt. Andreas Weber fungiert innerhalb des Jugendausschusses als Rechner, Clemens Christoph als Turnierkoordinator. Bianca Garbella zeichnet für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, Sabine und Uwe Lautenschläger bilden den Wirtschaftsausschuss. Sinnvolle Rollenverteilungen, stellt Groh heraus: „Ich bin für das Management verantwortlich, das Sportliche können andere besser.“

Auch eben jene sportlichen Vorgaben nehmen im neuen Jugendkonzept mehrere Seiten ein – bis hin zum Plan, in den Großfeldteams bei Junioren wie Aktiven durchweg im 4-2-3-1-System spielen zu wollen. Was ein Trainer natürlich immer wieder situativ verändern könnte, aber als Grundorientierung gilt. Noch viel detaillierter beschreibt der FVE, was er in welcher Altersstufe an Sportlichem, aber auch in punkto Persönlichkeitsentwicklung vermitteln möchte. „Die Aufgabe ist für uns anspruchsvoll, weil wir zwischen SV Münster und TS Ober-Roden eingebettet sind, die ebenfalls eine gute Jugendarbeit machen“, gibt Groh zu. „Wir müssen uns aber nicht verstecken.“ So feierten etwa die E-Junioren in der Vorsaison Erfolge in der höchsten Spielklasse. Und schon in jüngerer Vergangenheit erholte sich die auf weniger als 90 Jugendliche geschrumpfte Zahl der Nachwuchsfußballer deutlich: Inzwischen sind es innerhalb des 602-Mitglieder-Vereins wieder 148 – Tendenz vielleicht auch dank des neuen Konzepts, vor allem aber dank derer, die es mit Leben füllen, weiter steigend.

OFC: Kantersieg beim FV Eppertshausen

Am Samstag stellten Groh und Co. auch ihrer Erwartungen an das Verhalten der FVE-Kicker und ihrer Angehörigen vor. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Teamfähigkeit, Disziplin, Hilfsbereitschaft, Sauberkeit, Fairplay und Vorbildsein bilden die zehn Grundsätze, die in konzeptioneller Arbeit nochmals näher ausgeführt wurden. Die Saisoneröffnung an sich wurde zum entspannten, vereinten Beisammensein. Ein Parcours, eine Schussanlage zur Geschwindigkeitsmessung (mehr als 110 Stundenkilometer wurden als Bestwerte erzielt) und das Aufstellen für die neuen Mannschaftsfotos waren einige der Programmpunkte. Das geplante Freundschaftsspiel der FVE-Frauenteams sagte man ab. Grund dafür waren die extrem hohen Temperaturen. Die Abteilung Jugend-Fußball bewirtete und sorgte für freie Kost.

Quelle: op-online.de

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