Mira-Lobe-Schule informiert Erzieherinnen

Förderinstitution mit Erfolgsbilanz

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Die Lehrerinnen der Mira-Lobe-Schule, Sprachförderschule des Landkreises, freuten sich über den großen Zuspruch zur Informationsveranstaltung, zu der Erzieherinnen aus Kitas aus dem weiten Umland auch eine Erfolgsbilanz präsentiert bekamen.

Eppertshausen - Von den Lernerfolgen der Schüler der Mira-Lobe-Schule, Sprachheilschule des Landkreises mit Sitz in Eppertshausen, und den effektiven Konzepten und Ansätzen der Institution überzeugten sich auf einer Informationsveranstaltung Erzieherinnen der Kitas aus dem weiten Umland. Von Peter Panknin 

Bereits mehrfach hatte das Kollegium der Mira-Lobe-Schule im Niederfeld zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Nach einer längeren Pause fand das Kollegium der Schule es an der Zeit, Mitarbeiter der Kindertagesstätten im Einzugsgebiet erneut auf die Besonderheiten ihrer Institution hinzuweisen. Das Einzugsgebiet der MLS ist der mittlere und östliche Teil das Landkreises Darmstadt-Dieburg. So konnte Meike Naggatz, stellvertretende Leiterin der Einrichtung mit Förderschwerpunkt Sprachheilförderung, knapp 50 Teilnehmerinnen zu Beginn der Veranstaltung in der Aula begrüßen. Sie freute sich über die zahlreich erschienenen Interessierten.

Gemeinsam mit den Kolleginnen Karin Wörth, Katrin Köhler und Doris Greiner erhielten die Besucherinnen einen Einblick über sprachliche Auffälligkeiten, einen Überblick darüber, wie sich normale und auffällige Sprachentwicklung unterscheiden und welche Möglichkeiten es gibt, sprachauffällige Kinder in deren Kommunikation zu fördern. Deutlich wurde darauf hingewiesen, dass die Lobe-Schule zum Beispiel für Kinder, die lispeln, nicht die richtige Adresse wäre. Sie ist vielmehr eingerichtet für Kinder mit normaler Begabung, deren Sprache und Kommunikationsfähigkeiten jedoch so stark eingeschränkt sind, dass vorbeugende Maßnahmen in der Grundschule oder Logopädie alleine nicht ausreichen.

„Bei sprachentwicklungsverzögerten Kindern treten häufig zusätzlich Probleme in der Wahrnehmung, der Motorik, der Konzentration und im Sozial- und Lernverhalten auf. Deshalb bieten wir den Kindern von der Vorklasse an eine ganzheitliche und handlungsorientierte Förderung“, erklärte Karin Wörth. Meike Naggatz wies darauf hin, wie wichtig es ist, sprachliche Auffälligkeiten frühzeitig zu entdecken. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Eltern ist dabei unerlässlich, die MLS erteilt auch eine Erstberatung von Eltern mit Kindern im Vorschulalter, bei denen Probleme im sprachlichen Bereich bestehen.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Die ständig zunehmende Zahl der Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, führte zur Frage aus dem Kreis der Zuhörerinnen, wie auffällig denn diese Gruppe wäre. Die Referentinnen der Schule bestätigten das Anwachsen der mehrsprachig aufwachsenden Kinder, besondere Häufungen von Sprachentwicklungsstörungen konnten bei diesen Kindern bisher jedoch nicht festgestellt werden. Zum Abschluss der Vorträge in der Aula gab es noch etwas aus der Statistik. So besuchen derzeit rund 120 Kinder aus rund 35 verschiedenen Wohnorten die Sprachheilschule in Eppertshausen, sieben Schulbuslinien sichern die Erreichbarkeit der Schule. Derzeit sind zwei Sozialpädagoginnen, 16 Förderschullehrerinnen, zwei Lehrerinnen im Vorbereitungsdienst und eine Gemeindepädagogin an der Schule beschäftigt.

Nach den von Meike Naggatz selbstbewusst vorgebrachtem Abschlussstatement, „die Sprachheilschule sieht sich als Durchgangsschule und wir sind stolz darauf, dass mehr als 70 Prozent unserer Schüler wieder auf die Regelschule zurückgehen und dort erfolgreich mitarbeiten können“, schloss sich ein Rundgang durch das Gebäude der Schule an, bei dem an verschiedenen aufgebauten Informations-Stationen von Kolleginnen mit viel spürbarem Engagement weitere Einblicke und Erläuterungen zu den Förderangeboten der Schule gegeben wurden.

Quelle: op-online.de

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