Auf Schneeschuhen durch Bayrischen Wald

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Auf Schneeschuhen durch den verschneiten Nationalpark Bayrischer Wald stapfen: Die Teilnehmer der OWK-Reisegruppe hatten ihren eiskalten Spaß dabei.

Eppertshausen - Zum zweiten Mal realisierte der Odenwaldklub Eppertshausen eine Wanderung auf Schneeschuhen. Gab es im vergangenen Jahr nur wenig Weißes für die sportlich Ambitionierten, so wurden sie nun mit reichlich Pulverschnee verwöhnt.

Über Nacht kehrte der Winter mit einem halben Meter Neuschnee zurück und verwandelte den Naturpark in eine wunderschöne Winterlandschaft. Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang durch St. Oswald am Ankunftstag endete der Tag in einer urigen Skihütte.

Mit den eigenen sachkundigen Wanderführern Bernd Kraus und Ludwig Scharf machten sich 22 Wanderer mit der neuen Art der wintersportlichen Fortbewegung vertraut. Die krallenbewährten Schneeschuhe wurden verteilt, eingestellt und untergeschnallt. Dann ging es los durch die naturbelassenen Wälder des größten Nationalparks Europas. Die Wege waren noch nicht gespurt und der Schnee kniehoch. So kämpfte sich der Tross langsam dem Tagesziel, dem Berg Rachel entgegen. Nach rund drei Stunden war das Gipfelkreuz erreicht und für nur einen kurzen Moment verschwand der Nebel und zauberte ein märchenhaftes Winterbild. Nicht immer war es leicht, durch die tiefverschneiten Hänge den richtigen Weg und die Markierung zu finden. Erschöpft aber wohlbehalten kehrte die Gruppe in das Hotel zurück und entspannte ausgiebig im Wellness-Bereich.

Unter fachlicher Führung wurde das Nationalparkzentrum Lusen durchstreift. Ein Wildpark-Ranger zeigte den OWK-Reisenden die Gehege mit den selten gewordenen Tieren aus dieser Region. Den scheuen Luchs, den Auerhahn und auch Wölfe bekamen sie zu sehen. Nach einer Mittagsrast ging es in luftige Höhen auf den längsten Baumwipfelpfad der Welt.

Winterimpressionen unserer Leser

Winterimpressionen unserer Leser (Teil zwei)

Gut informiert über die einzigartige Flora und Fauna des Habitats starteten die Wanderfreunde zum Falkenstein. Knirschend krallten sich die Schneeschuhe in den Pulverschnee. Die durch Windbruch geworfenen Hochwälder gaben es einen tollen Blick auf den Böhmerwald. Nach gut dreistündiger Wanderung, die mit Gedichten und Lebensweisheiten von Wanderführer Walter Weber bereichert wurde, erreichten die Ausflügler die Berghütte zur Mittagsrast. Der Abstieg über Bergwiesen und Nadelwälder wurde nur durch kleine Stolpereinlagen garniert. In der Pension wurde auf eine tolle Freizeit angestoßen und Pläne für die nächste Schneeschuhwanderung gemacht. (tm)

Quelle: op-online.de

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