Grenzgang

Vom Schnullerbaum bis Bürgerhalle

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Zum Grenzgang wurden auch Eppertshausens Neubaugebiete genauer erläutert.

Eppertshausen - Trotz des regnerischen Wetters versammelten sich etwa 50 Bürger am Spielplatz „Auf der Bayerswiese“, um den Grenzgang der Gemeinde mit zu absolvieren. Von Laura-Marie Buxmann 

Nachdem die Teilnehmer von Bürgermeister Carsten Helfmann begrüßt wurden, eröffnete der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Rainer Eder, die Veranstaltung mit einer kurzen Ansprache. Er erinnerte, dass der Grenzgang seit 1974 stattfindet. Damals noch am Buß- und Bettag, seit einigen Jahren nun schon am ersten Advent. Im Anschluss übernahm Carsten Helfmann das Reden und beglückwünschte zunächst Pfarrer Röper zu seinem 40-jährigen Priesterjubiläum und dankte ihm für seine Tätigkeit als Sozialarbeiter und sein Engagement in und für Eppertshausen. Hiernach teilte er den Teilnehmern mit, dass das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in diesem Jahr, bedingt durch die Flüchtlingssituation, keinen Ersthelfer stellen konnte und er diese Rolle übernehmen würde. Mittlerweile wurde die rege Nutzung des Schnullerbaumes, gleich neben dem Spielplatz stehend, thematisiert. Helfmann erzählte, dass immer mal mehr und mal weniger Schnuller dort hängen. Der Schnullerbaum soll den Kleinkindern die Nuckelentwöhnung einfacher machen.

Von Interesse war die Auskunft über die Erneuerung mancher Gehwege und das dafür geplante Budget von 85.000 Euro. Angesprochen wurde außerdem die aktuelle Flüchtlingslage und mit Freude wurde bemerkt, dass in der Hauptstraße bereits 60 Asylbewerber untergebracht und gut integriert worden sind. Weitere 25 haben in Privathäusern Unterkunft gefunden und die Unterbringung und soziale Betreuung von weiteren 25 bis 60 Flüchtlingen ist geplant. Darüber hinaus werden im Haus der Vereine an fünf Tagen in der Woche offene Deutschkurse angeboten, um die Integration über die Sprache zu fördern. Helfmann dankte Patricia Rogg, Monika Liegel, Hubert Schledt, Edith Langmaak und Margaretha Grimm für ihr Engagement.

Weitere Erläuterungen gab es zum geplanten Baugebiet Abteiwald: Hier sollen auf einer Fläche von 43.000 Quadratmeter 20 bis 30 Bauplätze entstehen und dazu eine Seniorenwohnanlage für altengerechtes Wohnen mit einem großen Pflegeangebot von bis zu acht Stunden täglich. Familien sollen entlastet und die Selbstständigkeit der Leute größtenteils bewahr werden. Bevor die Gruppe sich im Anschluss die Waldstraße in Richtung Abteiwald entlang machte, wurde den Teilnehmern ans Herz gelegt, den Kolping-Bewegungsparcours zu nutzen, da dieser jung und fit halte. Der Spaziergang führte durch den Wald über die Seligenstädter Schneise Richtung Hergershausen, weiter über die Grenzschneise Eppertshausen-Hergershausen bis zum Eingang vom Gewerbegebiet Ost II. Hier gab es für die Gruppe sowohl Schnaps, als auch Limonade und Wasser.

Munagebiet zwischen Sprayern und Tümpeln

Nach der kurzen Erfrischung sprach Helfmann über den 250 Meter langen neu asphaltierten Weg hoch zur „Beckmann-Ranch“, der noch bis zum Rad- und Fußweg Richtung Münster erweitert werden soll. Ein weiteres Thema waren Ruhebänke, für die in den Jahren 2016/17 ein Budget von 20.000 Euro geplant ist. Welche Art von Bänken und die genauen Plätze sind noch nicht bestimmt worden.

An dieser Stelle trennte sich die Gruppe und ein Teil ging auf direktem Wege Richtung Bürgerhalle, der andere führte trotz des Wetters den Spaziergang über den neu asphaltierten Weg zum Naturschutzgebiet „In den Stöcken“ und über den Rad- und Fußweg fort, zurück in Richtung Bürgerhalle. Dort wurde der Neubau neben der Bürgerhalle, bei dem das Toiletten-Häuschen erweitert wurde, inspiziert. Er soll zusätzlichen Abstellraum bieten, unter anderem auch für zwei Anhänger. Der Bau wird nach dem Weihnachtsmarkt fortgesetzt, sodass das Toiletten-Häuschen zum Adventsgeschehen noch genutzt werden kann.

Zum Abschluss gab es für die Teilnehmer in der Bürgerhalle einen Zeilharder-Erbseneintopf mit Würstchen und Brötchen, zubereitet vom DRK. Das Rote Kreuz sowie andere Hilfsorganisationen sind durch die derzeitige Flüchtlingslage erheblich eingebunden, sodass das Essen gemeinsam mit dem DRK Georgenhausen zubereitet wurde.

Quelle: op-online.de

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