Sternsinger vier Tage lang unterwegs

„Die meisten Leute sind freundlich“

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Gut gelaunt unterwegs für die gute Sache: die Eppertshäuser Sternsinger zum Auftakt ihrer diesjährige Sammlung am Samstag.

Eppertshausen - Die Vorbereitung ist erledigt, die Krone sitzt: Zwölf Kinder und Jugendliche der Katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian haben von Samstag bis Dienstag die Eppertshäuser Haushalte besucht.

Als Sternsinger und entsprechend als Heilige Drei Könige verkleidet sammelte das Dutzend vier Tage lang Geld für den wohltätigen Zweck.

„In diesem Jahr laufen weniger Kinder mit als sonst“, sagte zum Auftakt am Samstag Gemeindereferentin Claudia Schöning. Sie nannte die noch eine weitere Woche dauernden hessischen Weihnachtsferien als Grund - einige jener, die sonst mit von der Partie gewesen seien, seien derzeit im Urlaub. In vier Dreiergruppen machten sich die Daheimgebliebenen hingegen auf die Beine und klingelten an Eppertshausens Türen.

So auch Leonie Kramer (13), Laura Wanko (14) und Martina Wanko (9): Sie waren eine der Gruppen, die gemäß dem jahrhundertealten Brauch Häuser und Wohnungen in der Gemeinde segneten. „Meistens kriegen wir dafür eine Spende, die wir weitergeben, und selbst einige Süßigkeiten“, erzählte Kramer beim Start an der Kirche. Laura Wanko, die wie ihre zum zweiten Mal beteiligte jüngere Schwester Martina schon Erfahrungen in ihrer Aufgabe gesammelt hatte, blickte optimistisch nach vorn: „Die meisten Leute sind freundlich.“ Schließlich gehört - nicht nur bei Kindern und Jugendlichen - eine gehörige Portion Mut dazu, an fremden Häusern zu klingeln, ein Anliegen vorzutragen und auch noch um Geld zu bitten. Ihr „Eppertshäuser Jerusalem“ umfasste diesmal das Gebiet rund um Birken- und Buchenweg.

Möglichst viele Haushalte erreichen

Nicht nur Kramer und die Wanko-Schwestern gingen dabei nur zu einem kleinen Teil in Häuser, deren Bewohner den Segen vorab bestellt hatten. Rund 20 Haushalte hatten das Schöning zufolge diesmal in Eppertshausen getan. Hinzu kamen schließlich viele, die spontan Besuch der Sternsinger erhielten. Die vier Gruppen hatten es sich zum Ziel gesetzt, an den vier Tagen bei möglichst allen Haushalte der Gemeinde vorzusprechen.

Die Eppertshäuser standen damit in einer Reihe von Spendensammlungen in der ganzen Bundesrepublik. Die Aktion wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen und organisiert. Das Kindermissionswerk betont in seiner Außendarstellung seinen „sehr niedrigen Verwaltungskostenanteil“, dass man seine Finanzen offen lege und dafür sorge, das gesammelte Geld schnell und sicher zu Hilfsprojekten in aller Welt bringe. Im vergangenen Jahren förderte die Organisation um 1 800 Hilfsprojekte in mehr als 100 Ländern. Die Eppertshäuser Sternsinger hatten sich vor der Sammlung mit der schwierigen Ernährungssituation auf den Philippinen befasst, die auch in diesem Jahr von den Spenden profitieren sollen. Schon 2014 hatte das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ auf den fast 100 Millionen Menschen beheimatenden Inseln geholfen und damit gezielt die Not von Kindern in der vom großen Wirbelsturm zerstörten Stadt Tacloban gelindert.

jd

Sternsinger bei Ministerpräsident Bouffier

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Quelle: op-online.de

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