Vereinsheim der Kolpingsfamilie eingeweiht

Gemeinsam für gutes Gelingen

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Zur Einweihung des frisch renovierten Kolpinghauses gab es Leberkäse im Brötchen.

Eppertshausen - Weil alle mit angepackt haben, erstrahlt das Kolpingheim nun in neuem Glanz. Dank einiger Spenden sind die Kosten für die aufwändige Sanierung geringer ausgefallen als geplant. Von Ulrike Bernauer 

„Wir sind zu 99 Prozent fertig geworden“, freute sich Markus Schledt, erster Vorsitzende der Kolpingsfamilie am Sonntag. In einer letzten Kraftanstrengung hatten Mitglieder das Vereinsheim renoviert und den heutigen Standards angepasst. „Die Sockelleisten sind angebracht und auch die Lampen hängen alle“, sagte Schledt. „Es gibt Wohnungen, da ist das auch nach zehn Jahren noch nicht der Fall.“

Das Fachwerkhaus mit seiner über 100-jährigen Geschichte war nicht einfach zu renovieren. Krumme Wände und die niedrige Deckenhöhe machte es den Helfern schwer, auch die Hängelampen störten eher und wurden nun durch in die Decke eingelassenen Strahler ersetzt. So kommen auch höhergewachsene Menschen ohne Beule am Kopf durch. Insgesamt wurden drei Räume und der Flur renoviert. Der Versammlungsraum strahlt nun wieder in frischem Weiß, die Küche bekam neues Inventar und auch die Sanitäranlagen wurden erneuert. Weitere Arbeiten beinhalteten das Versetzen und Verputzen von Zwischenwänden und das Streichen der Decken. Unzählige Meter an Kabel verlegten die freiwilligen Helfern, die auch die Polster des Mobiliars neu bezogen. Die Ehrenamtlichen hatten Glück, dass sie eine ehemalige Schreinerei dafür nutzen konnten. Die Räumlichkeiten im Kolpingheim sind so eng, dass sich die Arbeiter sowieso nur auf den Füßen gestanden hätten.

Nach dem Gottesdienst strömten die Gläubigen zum benachbarten Kolpinghaus und jeder wollte das frische Innere in Augenschein nehmen. Lange blieben allerdings die Wenigsten in den Räumlichkeiten: Weil sie doch recht klein sind, hätten gar nicht alle Besucher auf einmal im Erdgeschoss des Hauses Platz gehabt.

Draußen vor dem Gebäude spielte sich dann auch das Geschehen ab. Bänke luden zum Sitzen ein und auch das Freibierfässchen wurde dort angestochen. Das durften mit Michael Buysch, Bardo Unterleider und Matthias Weber die drei Herren erledigen, die sich bei der Renovierung am meisten hervor getan hatten. Zum Dank gab es für sie nicht nur die ersten Schlucke des Gerstensaftes, sondern auch ein Stück eines Balkens aus dem Kolpinghaus als Andenken. Drei weitere Balkenteile wurden dann noch verlost.

Mit dem Renovierungsarbeiten ist die Kolpingsfamilie sogar unter ihrem vorher angesetzten Budget von 15 000 Euro geblieben. „Wir haben nicht nur viele Geld- sondern auch Sachspenden erhalten“, freute sich Buysch. Die schwerste war wohl ein Stahlträger, der in die Decke eingezogen wurde. Schledt dankte folgerichtig nicht nur den drei Hauptakteuren, sondern auch weiteren Mitgliedern. Darunter war auch die Jugend, die sich mit vielen Handreichungen nützlich gemacht hatte. Sein Dank ging aber auch an die Gastronomen im Ort, die alle etwas gespendet hatten. Auch die einschlägigen Geschäftsinhaber waren großzügig gewesen.

Am zweiten Septemberwochenende hatte die Kolpingsfamilie bereits mit der Renovierung begonnen, weil eine 48-Stunden-Aktion für die Sanierung nicht gereicht hätte. „Wir haben daraus eine 48-Tage-Aktion gemacht, die dann von den letzten 48 Stunden gekrönt wurde“, so Buysch. Von Freitag bis Sonntag in der Früh haben Jung und Alt mitgemacht, die letzten haben erst morgens um vier Uhr das Gebäude verlassen.

Dankbar zeigte sich Buysch auch dafür, dass während der aufwändigen Renovierungsarbeiten niemandem etwas passiert ist. Insgesamt habe alles in bester Stimmung stattgefunden. „Es haben sich sehr viele Leute engagiert und das macht man nur, wenn man sich in der Gemeinschaft auch wirklich wohlfühlt.“

Quelle: op-online.de

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