Wetter trüb, Gesichter erhellt

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Hier kennt man sich, hier trifft man sich: Eppertshäuser Weihnachtsmarktidylle in rot.

Eppertshausen - Da strahlten sie nicht schlecht, die beiden Organisatoren des 28. Weihnachtsmarktes auf dem Franz-Gruber-Platz, dass gleich zu Beginn des adventlichen Geschehens am Samstagnachmittag so viele Besucher geströmt kamen. Von Thomas Meier 

Dies trotz regnerischen, trüben, grauen und eher lauen Wetters. Doch das Konzept von Melanie Hartwig und Marius Murmann von der Gemeindeverwaltung, die erstmals mit der Ausrichtung des traditionellen Adventsmarktes betraut waren, ging voll auf. Vor und im Rathaus Eppertshausens harrten an insgesamt 33 Stationen vorweihnachtliche Überraschungen auf die Gäste. Im Rathaus waren eine Kaffeestube und mehrere Kundsthandwerkerstände aufgebaut, an denen man sich völlig wetterunabhängig verlustieren konnte. Und als zur musikalischen Eröffnung um 15 Uhr das Jugendorchester des Musikvereins 06 Urberach vor den Rathaustreppen aufspielte, hatten sich drinnen schon zahlreiche Interessenten vom Angebot überzeugt.

Zur offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Carsten Helfmann kurz nach 17 Uhr brummte es auf dem Franz-Gruber-Platz schon gewaltig. Als der Gesangverein Liederkranz Eppertshausen weihnachtliche Lieder intonierte und Mitglieder adventliche Gedichte interpretierten, hatte auch Tochter Jamie-Marie auf dem Arm des Verwal-tungschefs allerbesten Ausblick auf das Treiben rund um den Nikolaus. Den stellte Samstag und Sonntag jeweils der auftretende Gesangverein (gestern sang die Germania Eppertshausen), und er hatte für alle Kindlein, die sich an ihn wandten, ein kleines Päckchen mit ausgewählten Süßigkeiten von der Verwaltung im Sack. Die Rute trug er nur, um eventuelle Spätmücken aus seinem überbordenden Rauschebart zu vertreiben.

Weihnachtsmarkt in Eppertshausen

Weihnachtsmarkt in Eppertshausen

Rund herum am Platz hatten einige Geschäfte geöffnet, ein großer Christbaumstand lockte mit frisch geschlagenen Nordmanntannen, doch den größten Zuspruch hatten freilich die Stände rund um den Brunnen und die illuminierte Gemeindetanne auf dem Platz. Neun Vereine beteiligten sich am Markt, aus Codigoro war eine Delegation angereist, der man eigens ein in den italienischen Farben geschmücktes Zelt aufgebaut hatte. Auch das Partnerschaftskomitee Chaource bewirtete die Gäste. Bratwurst, Pfannkuchen, Waffeln, türkische Gerichte, deutsche Küche, italienische Spezialitäten und Naschkram gab es satt im großen Weihnachtsrund. Die Feldküche der Freiwilligen Feuerwehr war ebenso präsent wie der Liederkranz mit seinen Kartoffelpuffern.

Gestern Nachmittag warteten die Veranstalter mit einem weiteren Höhepunkt für die jüngeren Besucher auf. In der Bürgerhalle führte die Studio-Bühne-Dreieich das Stück vom Zauberlehrling auf. Die Ballade von Johann Wolfgang von Goethe ließ aber auch nicht die älteren Geister ruhen, die sich zum kulturellen Schmankerl gerufen fühlten.

Quelle: op-online.de

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