Ford-Fahrer und Fans aus der ganzen Republik dabei

Geburtstagstreff der Mustangs an der Thomashütte

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Das erste Mustangtreffen soll nicht das letzte auf der Thomashütte bei Eppertshausen bleiben. Weitere Motive in der Galerie.

Eppertshausen - Das Areal rund um die Thomashütte gehörte am Sonntag ganz den Ponys. Allerdings diesmal nicht den kleinen Zottel-Pferdchen, die die Kinder ums Karree reiten lassen. Die waren ausnahmsweise ganz an den Rand gedrängt. Von Thomas Meier 

Vielmehr ging es um die metallene Spezies von Ford Mustangs. Eingeladen zu dem Treffen der Fahrer solch exklusiver US-Karossen hatten die „Wilde Ponies of Hanau“. Und über 300 PS-starke Mustangs zogen etliche Tausend Besucher an. Der 17. April ist weltweit der Geburtstag des Mustangs. An diesem Tag wurde er 1964 in New York der automobilen Welt vorgestellt. Dieser Tag wird in Amerika von dem Mustang Club of America in 2016 mit einem Jubiläumsevent gefeiert. Bis Ende November 2015 haben sich bereits über 80 Mustang Clubs weltweit registrieren lassen. In Deutschland waren es die „Wild Ponies of Hanau“ , die als erster Club in Deutschland diesen Tag mit einem Treffen begleiteten. 40 Mitglieder hat der Mustang-Club, der sich 1997 gründete. Und viel mehr Anhänger. „Großartig Werbung machen brauchen wir nicht für unsere Treffen“, sagt Michael Behr vom Clubvorstand. 15 solcher Veranstaltungen habe der Verein bereits auf die Beine gestellt. „Immer an anderen Standorten“, sagt der Mustangfahrer, aber nach Eppertshausen käme man eventuell schon nächstes Jahr wieder, weil „hier alles so gut organisiert ist und wir und unsere Fans soviel Platz haben.“

Nun, der wurde am Nachmittag auch auf dem weitläufigen Gelände knapp, an den beiden Hütten-Zufahrten hatten die dort positionierten Ordner allerhand zu tun, den Besuchern zu erklären, dass die Park- und Schauplätze alle belegt seien. Die Fahrer der Kultmarke kamen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und viele auch aus allen Teilen der Republik. 680 Kilometer bewegte ein Mustanglenker sein Gefährt bis Eppertshausen, um dabei sein zu können, und auch aus den Niederlanden kam eine PS-strotzende Delegation vorgefahren. Nun, es galt ja auch, einen Geburtstag würdig zu begehen. Am 17. April 1964 präsentierte Ford seinen Mustang der ersten Generation, gebaut auf technischer Basis des Ford Falcon. Und dies als Coupé sowie als Cabriolet. Geschaffen war die nach ihm benannte Klasse der „Pony Cars“.

Dem Mustang war vom Start weg ein großer Erfolg beschieden. Der markant gestylte Wagen sollte das junge, sportliche Publikum ansprechen und konnte ab unter 2 500 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft knapp 16.000 Euro) erworben werden. Schon zum offiziellen Verkaufsstart am 17. April ’64 waren bereits 22.000 Fahrzeuge geordert. 680.992 Male fuhr der Ur-Mustang aus den Fabrikationshallen: Rekord in den USA. Weder der vom Konzept her ähnliche, ab 1960 gebaute Chevrolet Corvair Monza noch der kurz vor dem Mustang erschienene Plymouth Barracuda waren auch nur annähernd so erfolgreich beim Publikum.

Mustang-Treffen an der Thomashütte: Bilder

Und so schwärmen die Fans noch heute von den Besonderheiten „ihrer“ Statuscars. Die raffinierte Werbekampagne vor und während der Markteinführung wirken eben bis in die Neuzeit nach. Viele Extras und Ausstattungspakete lassen bei den Kunden mit Individualansprüchen keine Wünsche offen. Jeder Kunde bekommt den Mustang, den er sich leisten kann: als karg ausgestattetes, aber kraftstrotzendes Sechszylindermodell, als kleines, aber exclusives Coupé oder als Sportmonster mit brüllendem V8-Motor. Sie alle gaben sich auf der Wiese an der Thomashütte ein Stelldichein. Zehn Preise wurden vergeben, nach Alter, Schönheit, Tuning und mehr. Zum Autohappening sang ein Alleinunterhalter von der Bühne passende Roadsongs, denen viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurden, denn die galt ausnahmslos dem glitzernden Chrom und blitzendem Lack der Metallpferdchen.

Quelle: op-online.de

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