Omas Lesesessel in Groß-Zimmern

Älter noch als die Dinosaurier

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Gespannt lauschten die Kleinen den Geschichten von Gespenstern und Geistern.

Groß-Zimmern - In der Waldschule wurde am Freitag Omas Lesesessel aufgestellt. Gespannt lauschten die jungen Besucher der Geschichte von der „Mutprobe im Hochhaus“, das Ira Drewitz und Karin Göttmann vorlasen.

Das kleine Gespenst Rosarius muss als Aufgabe für seine Gespenstprüfung den Angstschweiß von Menschen sammeln, aber eigentlich hat es selbst mehr Angst als die von ihm besuchten Wesen. Herr Schwamm ist ihm schon aufgrund seines Namens sympathisch, denn Schwamm im Gemäuer mit seinem Schimmelgeruch mag das kleine Gespenst sehr gerne. Allerdings reagiert Herr Schwamm nicht mit Frucht auf das Geheul von Rosarius, sondern lacht Tränen. Die Kinder, die ganz aufmerksam zuhörten, freuten sich dann über das glückliche Ende der Geschichte. Rosarius hat eine tolle Idee. Tränen sind genauso salzreich wie Angstschweiß, also sammelt er die Lachtränen von Herrn Schwamm. Alle Kinder waren ganz begeistert als Göttmann anschließend noch die Geschichte „Geister haben keine Schatten“ vorlas.

An der Waldschule wurden die jungen Zuhörer zuvor von Dr. Lothar Jakob, dem Vorsitzenden des Naturschutzbundes (NABU), begrüßt. Er erzählte eine Menge über Fledermäuse. Insgesamt 24 Arten gibt es in Deutschland, im Groß-Zimmerner Wald leben 14 davon. „Das hat uns überrascht“, sagt Jakob. „Sehen kann man die nachtaktiven Säuger ja schlecht, aber man kann ihre Laute aufnehmen und jede Art ruft anders.“ Ira Drewitz ergänzte, dass Fledermäuse teils auch lustige Namen hätten. „Es gibt Mopsfledermäuse, die kleine Bartfledermaus oder die Fransenfledermaus“, so die Leseoma. Fledermäuse gibt es schon seit 50 Millionen Jahren. „Sie haben also die Dinosaurier überlebt“, erklärte Jakob, der sich die lange Zeitspanne gar nicht vorstellen kann. Einen Fledermauskasten konnten die Kinder anschauen und zum Schluss war es sogar möglich, sich noch ein paar Fledermauslaute anzuhören. (bea)

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