Umgestaltung des Rathausplatzes

Am Ärztehaus fehlen Parkplätze

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Entwurfsplan für Rathausplatz und Kulturfläche (r.). Knackpunkt sind fehlende Stellplätze in der Kreuzstraße (l.). -

Groß-Zimmern - Der Bedarf an Parkplätzen ist besonders am Ärztehaus groß. Das gelte es bei der Umgestaltung der Ortsmitte unbedingt zu berücksichtigen, wurde bei der Sitzung des Fachausschusses am Montag betont. Von Gudrun Fritsch

Mitarbeiter von „Exedra Müller & Jansen“ stellten im Rathaus ihre Entwurfsplanung vor. Das Preisgericht hatte im Rahmen des Realisierungswettbewerbes für die Neugestaltung der Ortsmitte den Gewinner ermittelt. Damit erhielt das Büro „Exedra Müller & Jansen“ den Auftrag, weitere Anregungen in den Entwurfsplan einzuarbeiten. Am Montag stellten Landschaftsplaner Michael Jansen und seine Kollegin Laura Doderer die Ergebnisse den Mitgliedern des neu besetzten Planungs- und Umweltausschusses vor.

Da es die erste Sitzung nach der Kommunalwahl war, mussten zunächst Vorsitzende und Schriftführer benannt werden. Zügig und einstimmig geschah dies. Per Handzeichen wählten die Mitglieder Jost Scharna (CDU) zum Vorsitzenden, der den Ausschuss bereits in der vorigen Legislaturperiode geleitet hat. Zu seinem Stellvertreter wurde Christian Hader (SPD) ernannt, der zwar nicht anwesend sein konnte, aber eine Zustimmungserklärung vorbereitet hatte. Als Schriftführer fungieren die Rathausmitarbeiter Roland Fröhlich und Klaus Keller. Bürgermeister Achim Grimm fasste kurz zusammen: Der „Rote Platz“ und der Rathausparkplatz sollen erneuert werden. Da für Groß-Zimmern im Projekt „Soziale Stadt“ 2016 letztmalig ein Antrag gestellt werden kann, ist Eile geboten.

Den Richtlinien nach könne die geplante Sanierung nicht komplett unterstützt werden, da Tiefbauarbeiten nicht förderfähig sind. Folglich sei die Entwässerung des Platzes Aufgabe der Gemeinde. Die Plätze am Rathaus werden im Zusammenhang gesehen, sie sollen als Kultur- und Verweilplätze eine Ortsmitte bilden. Als erster Schritt wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt. Auf diesen Anregungen basierten die Vorgaben für den Architektenwettbewerb. Dessen Ergebnisse wurden dann bei der Kommunalwahl und weitere zwei Wochen lang im Rathaus ausgestellt. Im Haushalt 2016 wurden Mittel eingestellt. „Die Entwurfsplanung sollte jetzt zügig in den Fraktionen beraten werden, so dass wir möglichst im Juli eine Entscheidung treffen können“, sagte Grimm mit Verweis auf das enge Zeitfenster.

Dann waren die Planer an der Reihe. Doderer benannte stichwortartig zu berücksichtigende Kriterien wie: Gastronomie, Kerb, Bühnen, Barrierefreiheit, Multifunktionalität, Parken oder Nachhaltigkeit. Diesen Anforderungen zu entsprechen sei nicht leicht bei einem „kleinteiligen, unstrukturierten und überladenen“ Ist-Zustand. Das Rathaus soll Bindeglied zwischen den Plätzen sein, auf denen mehr offener Raum für eine repräsentative Außenwirkung sorgt.

Die Mehrzweckhallengaststätte soll nicht mehr höher gelegen und durch Mauern abgetrennt sein. Auch das Restaurant am Rathaus (Mediterranée) soll stufenlos erreichbar werden und der Vorraum optisch eine steigende Flucht zum Rathauseingang bilden. Auf dem Platz sind Sitzmauern, Bänke und Grünflächen vorgesehen. Der Parkplatz soll von der Kirchstraße an durchgängig gepflastert werden. Unter Feldahorn und Schnurbäumen ist ein Brunnenplatz für das Kerbsymbol vorgesehen.

Von den Ausschussmitgliedern wurde bereits angesprochen, dass die Aufteilung für die Kerb noch nicht ideal sei und schnell war die Diskussion im Gange, dass nicht genügend Parkplätze vorhanden seien. Vor allem in den Morgenstunden besteht am Ärztezentrum in der Kreuzstraße erhöhter Bedarf. Dem Entwurf nach gäbe es drei Stellflächen weniger, es sollten jedoch mehr werden. Man müsse überlegen, eventuell zeitweise zusätzliches Parken auf dem Rathausplatz zu ermöglichen. Einig war man sich im Ausschuss, dass die Vorschläge aus den Fraktionen für die nächste Sitzung im Juli abschließend vorliegen sollen.

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