Trecker Hela geht später mal an Helen

„Alteisen-Klub“ mit tollen Traktoren

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Otto Sorrentino (vorne) und Sven Korndörfer fachsimpeln über alte Traktoren.

Groß-Zimmern - Zum Frühlingsfest der Athleten versammeln sich nicht nur starke Männer, sondern auch ehemals starke Maschinen. Von Ulrike Bernauer

Volker Rockel, der nicht nur mit dem Athletenverein eng verbunden ist, sondern auch den Traktorenclub „Alteisen Groß-Zimmern“ gegründet hat, hat zum ersten Traktortreffen der Zimmerner geladen. „Wir haben das mit dem Frühlingsfest der Athleten zusammengelegt, um das Fest attraktiver zu machen“, sagt Rockel und freut sich über das große Interesse. Es sind Traktoren von Lengfeld und Dieburg gekommen, die meisten kommen aber aus der Gersprenzgemeinde. „Wir wollen das überschaubar halten und möglichst entspannt angehen. Wer kommt, der ist da.“

Uli Beck und Rudi Schmied sind aus Dieburg gekommen. Sie gehören den Dieburger Schlepper-Schraubern an. „Als Nachbarn kommen wir halt gerne vorbei“, sagen sie. Mit einem Fergusson-Schlepper und zwei Hanomags sind die Dieburger nach Zimmern getuckert. 2007 hat sich der Verein gegründet, er ist damit also älter als der Zimmerner Klub, der erst seit zwei Jahren besteht. Für die Mitglieder ist genauso wie für die meisten Zimmerner der Traktor ein Hobby.

Otto Sorrentino ist mit seinem Hermann-Lanz-Aulendorf, kurz Hela, vom Baujahr 1955 gekommen. „Ich war einer von den ersten, die so einen alten Traktor gekauft haben. Zeitweise hatte ich mal drei, jetzt habe ich nur noch einen.“ Auch für Sorrentino ist das ein Hobby. „Für die Fastnacht und die Kerb habe ich die Trecker gebraucht, später dann fürs Holzmachen.“ Dann kommt Sorrentino richtig ins Schwärmen: „Du kommst überall bei, kommst überall durch, der ist leicht und problemlos. Da war noch nie was dran, seit ich den vor 20 Jahren gekauft habe.“ Was Sorrentino später mal mit dem Hela anfangen will, weiß er schon genau: „Den bekommt meine Enkelin Helen“. Das hat aber noch Zeit, Helen ist gerade mal ein Jahr alt. Den ganzen Vormittag über treffen immer neue Traktoren auf dem Gelände ein, interessiert betrachtet von den anderen Fachleuten.

Zwischen den Athleten und den Traktorfreunden gibt anfangs nicht viele Berührungspunkte. Das ändert sich allerdings schlagartig, als beim Tauziehwettbewerb auch ein Traktor antritt. Dieser Höhepunkt vereint Tauziehfreunde und die Liebhaber des Alteisens. Gewinner gibt es keinen. Weil bei so viel Menschenkraft beim Traktor die Räder durchdrehen, wird ein unentschieden ausgerufen.

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