Gemeindevertretung

Aufnahmemöglichkeit für 96 Flüchtlinge

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Landkreis regt angesichts voraussichtlich steigender Zahlen an, die Kapazität für die geplante Gemeinschaftsunterkunft von 48 auf 96 Plätze zu erhöhen. Zwischen den Wohnhäusern und den Schulen soll eine Gemeinschaftsunterkunft in Containerbauweise entstehen.

Gross-Zimmern - Die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen ist weiterhin ein dringendes Thema in der Gemeinde. Nach dem Verteilungsschlüssel des Landkreises sollen im Lauf des Jahres mindestens noch 66 Flüchtlinge nach Zimmern kommen. Ende 2014 wohnten 66 Flüchtlinge im Ort, 32 von ihnen in vom Kreis angemieteten Wohnungen. Von Gudrun Fritsch

Seit Jahresanfang wird das ehemalige Restaurant „Georgi“ in der Bahnhofstraße als Unterkunft umgebaut, ab April könnten hier nach und nach bis zu 51 Menschen einziehen. Im Rahmen der Gemeindevertretersitzung am Dienstag teilte Bürgermeister Achim Grimm mit, dass der Landkreis angesichts voraussichtlich steigender Füchtlingszahlen anregt, die Gemeinschaftsunterkunft in der Angelgartenstraße größer zu bauen als bisher geplant, so dass statt 48 Flüchtlingen dort 96 Menschen aufgenommen werden könnten. Aufgrund der Grundrissgröße der zu errichtenden Containeranlage wurde die 1 619 Quadratmeter große Fläche in der Angelgartenstraße 65a am Jahresende anderen Flächen vorgezogen. Zwar liege das Grundstück mitten im Quartier der Sozialen Stadt, aber es biete besondere Chancen wegen der Nähe zum Jugendzentrum, zu den Schulen, der AWO-Kita und der Feuerwehr. Das Grundstück im Eigentum des Bauvereins Darmstadt ist als Fläche im Gemeindebedarf „Schule“ ausgewiesen, für den Bereich besteht bisher kein Bebauungsplan. Auf Anfrage hatte der Vorstand des Bauvereins im November erklärt, er würde es an die Gemeinde Groß-Zimmern für fünf Jahre verpachten, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.

Mittlerweile habe sich Willi Hartmann, Käufer und künftiger Betreiber der Unterkunft in der Bahnhofstraße, mit der Gemeinde und dem Landkreis in Verbindung gesetzt und seine Bereitschaft zur Errichtung und dem Betreiben auch der Gemeinschaftsunterkunft in der Angelgartenstraße signalisiert. Der Landkreis würde dann als Mieter auftreten, „die Gemeinde wäre außen vor“, so Grimm.

Der Gemeindevorstand habe sich Anfang März mit dem Thema befasst und befürworte sowohl die einrichtung der Gemeinschaftsunterkunft durch den privaten Investor als auch die Erhöhung der Belegungszahlen. So könnten nach bisherigem Stand auch der Gemeinde für das Jahr 2016 zugeteilte Flüchtlinge aufgenommen werden. Im April soll im Jugendzentrum eine Informationsveranstaltung zum Bau der Unterkunft in der Angelgartenstraße stattfinden, kündigte Grimm an.

Bevor Bürgermeister Grimm dies mitteilte, gratulierte er gemeinsam mit den Kommunalpolitikern dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Manfred Pentz zu dessen 35. Geburtstag. „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass du an diesem Ehrentag hier deines Amtes waltest“, lobte er den Einsatz des Landtagsabgeordneten und Generalsekretärs der Hessen-CDU in seiner Heimatgemeinde.

Sehr kommunikationsfreudig zeigt sich die Gemeinde derzeit. So konnte Grimm weitere Termine ankündigen, bei denen Bürgerbeteiligung gefragt ist. Der Themenkomplex „Breitbandausbau“ soll im Rahmen einer Versammlung am 3. Juni in der Mehrzweckhalle erörtert werden. Bereits am 30. April wird es beim Bürgertisch um Spielplätze in der Gemeinde und konkret um den in der Grünen Mitte gehen. Für den 6. Mai sind die Anlieger der Wilhelm-Liebknercht-Straße zur Versammlung zum Thema Erneuerung von Kanal und Straße eingeladen. Am 19. September findet der „Tag des Friedhofs“ statt und für den 26. Oktober wird gemeinsam mit den Kreiskliniken und der Deutschen Stiftung zum Herztag in die Mehzweckhalle eingeladen.

Außerdem soll zur Neugestaltung von Rotem Platz- und Rathausparkplatz ein Architektenwettbewerb stattfinden. Auch hier seien die Bürger aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen.

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