Noch ist Ungewiss, wann Holzmodule angeliefert werden

Baubeginn für Unterkunft doch erst Ende April

Groß-Zimmern - Es hat lange gedauert, aber inzwischen sind alle vertragsrechtlichen Hürden für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft an der Angelgartenstraße in Groß-Zimmern beseitigt.

Auch der Erbpachtvertrag zwischen der Gemeinde Groß-Zimmern und Investor Willi Hartmann ist unterschrieben. Trotzdem wird es bis zur Fertigstellung noch ein wenig dauern. Den 25. April nennt Hartmanns Architekt Thomas Hacker für den Beginn der Tiefbauarbeiten, also die Erschließung und den Guss der Bodenplatte, auf der ein Gebäude in Holzmodulbauweise entstehen soll, das 52 Schutzsuchenden Räume bietet. Die Holzmodule werden, so der Architekt, bei einer Fachfirma in Norddeutschland vorgefertigt und mit Spezialtransportern nach Südhessen verfrachtet. Da das Unternehmen wegen des hohen Bedarfs an Flüchtlingsunterkünften derzeit eine hohe Nachfrage zu verzeichnen habe, gebe es für Groß-Zimmern noch keinen festen Liefertermin.

Schließlich habe man die Bestellung auch erst aufgeben können, nachdem alle rechtlichen Grundlagen für den Bau geschaffen waren. Dass die Module in der zweiten Maihälfte in Groß-Zimmern eintreffen, sei eine eher optimistische Schätzung. Danach wird es aber schnell gehen, denn die Teile sind bis zu 15 Meter lang und können sehr zügig zusammengefügt werden. Ursprünglich war auf dem Grundstück eine Containersiedlung mit bis zu 104 Plätzen vorgesehen.

Davon ist Hartmann in Übereinstimmung mit dem Landkreis und der Gemeinde aber im Hinblick auf eine Anschlussnutzung abgerückt. Das nun geplante Gebäude kann später zu regulärem Wohnraum werden, und dies eventuell mit Sozialbindung. Auf einem Teil des Grundstücks soll zudem ein Gebäude für die Nachmittagsbetreuung der Schüler aus den benachbarten Schulen, der Albert-Schweitzer- und der Schule im Angelgarten, entstehen. Die Gemeinde Groß-Zimmern hofft dafür auf einen Zuschuss aus dem Programm Soziale Stadt.

hol

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion