„Rekordniveau“ bei Transaktionen

Betongold als Investition

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Hauptsächlich in den Neubaugebieten hat Groß-Zimmern noch Entwicklungsmöglichkeiten für qualitativ hochwertige Wohnbebauung – und die kommt schnell voran. Inzwischen stehen auch im Schlädchen (Bildmitte) bereits einige Häuser.

Groß-Zimmern - Von einem Rekordniveau bei ImmobilienTransaktionen spricht das Amt für Bodenmanagement in Heppenheim für das Jahr 2015. Jährlich legen die angesiedelten Gutachterausschüsse dort ihre Fallzahlen vor. Von Lisa Hager 

Aus dem Bericht lassen sich auch die Durchschnittswerte für Grundstücke und Häuser in Groß-Zimmern ermitteln. Ein freistehendes Einfamilienhaus mit Baujahr 1975 und einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern, das auf einem 700 Quadratmeter großen Grundstück steht, hat laut Immobilienbericht in Groß-Zimmern derzeit einen durchschnittlichen Wert von 303 .ö000 Euro. In Dieburg 347.000, in Münster sind es 318.000 und in Babenhausen 274.000 Euro. Diese Werte ermitteln die Gutachter aus statistischen Zahlen der Kaufpreissammlung der Jahre 2013 bis 2015. Damit ist zu ersehen, dass in Dieburg höhere Preise für vergleichbare Häuser als in benachbarten Kommunen gezahlt werden.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Bodenwerten. Während in Goß-Zimmern für einen Quadratmeter Wohnbaufläche in mittlerer Lage derzeit 270 Euro gezahlt werden muss, gibt es ihn in Dieburg für 330, in Münster für 290 und in Babenhausen für 230 Euro.

In Groß-Zimmern sind die Bodenpreise im Vergleich zu 2014 lediglich in reinen Wohnbaugebieten geringfügig gestiegen, in gemischten Gebieten lagen sie exakt auf gleichem Nieveau. In Westkreiskommunen wie Pfungstadt, Griesheim, Weiterstadt oder Seeheim-Jugenheim wurden hingegen noch Preissteigerungen (vor allem in den guten Wohnlagen) verzeichnet. Am günstigsten zu Bauland kommt man im Landkreis in der Gemeinde Fischbachtal: Dort kostet ein Quadratmeter in mittlerer Lage durchschnittlich 140 Euro, gefolgt von Modautal (150), Groß-Bieberau (160), Schaafheim (170) und Otzberg (180). Die strukturschwächeren Odenwaldgebiete sind aber seit vielen Jahren schon wesentlich günstiger als der Dieburger Raum. „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft nimmt in Zeiten niedriger Kapitalmarkt- und Hypothekenzinsen einen besonderen Stellenwert ein“, so Michael Stein, Fachbereichsleiter der Immobilienwertermittlung im Amt für Bodenmanagement. Die wachsende Attraktivität von Immobilien, sei es zum Eigennutz oder als Kapitalanlage, habe in den zurückliegenden Jahren zu einer hohen Nachfrage und teils starken Preissteigerungen geführt. Im Zuständigkeitsbereich der beim Amt für Bodenmanagement angesiedelten südhessischen Gutachterausschüsse wurden 2015 rund 15 000 Immobilientransaktionen registriert. „Mit einem Gesamtumsatz von 3,6 Milliarden Euro wurde damit ein neues Rekordniveau erreicht“, so Stein.

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