Projektwoche der Angelgartenschüler

Wo Bienchen sammeln und Äpfel reifen

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Bei der Projektwoche der Schule im Angelgarten gingen die Schüler am Mittwoch auf Erkundungstour im Wald.

Groß-Zimmern -  Wo lebt die Honigbiene? Welches Blatt passt zu welchem Baum? Und wie kann man auf einem Kochlöffel ins Weltall starten? In der Schule im Angelgarten herrschte diese Woche Ausnahmezustand. 170 Kinder erlebten fünf tolle Schultage – jenseits der Klassenzimmer. Von Ursula Friedrich 

„Fit, aktiv und gesund“ lautete das Motto der Projektwoche an der Grundschule im Angelgarten (SiA). Und dieses Thema wurde in 13 verschiedenen Angeboten mit Leben gefüllt. Alle zwei Jahre bietet die SiA ihren Kindern eine Projektwoche, im Wechsel mit dem Schulfest. Weil Umweltpädagogik und Naturerlebnisunterricht, primär durch das Engagement von Astrid Geiß (Vorsitzende des Schulelternbeirats, Koordinatorin von Zimmern glänzt, Mutter und mehr), an der Angelgartenschule längst Praxis ist, lag das Thema der Projektwoche auf der Hand.

Auf dem Wunschzettel der Kinder stand erneut ein Zirkusprojekt, berichtete Astrid Geiß, doch alle Angebote waren entweder zu teuer oder es fehlte den Anbietern an einem Zirkuszelt. Mit der Initiative Jugend für Christen (JfC) wurde diesmal ein Truppe junger Leute gefunden, die maßgeblich half, die Kinder in 13 Projekten zu begeistern.

„Mit Eltern wird es immer schwieriger, die Projektwoche zu stemmen“, so Geiß, die ganz glücklich über das Engagement der christlichen Jugend ist. Deren Mithilfe war insbesondere am Mittwoch gefordert. Alle acht Klassen, 170 Knirpse, starteten an der Waldschule zum Projekt durchs Grüne. An mehreren Waldstationen wurden Waldmandalas gelegt, Rätsel gelöst, Gerüche erschnuppert - die Älteren marschierten sogar bis zum Dieburger Spießfeld. Die Kinder waren - trotz mäßiger Wetterbedingungen - mit Feuereifer und gezücktem Fernglas dabei. Die aufwendige Projektwoche führte außerdem zum Imker nach Roßdorf, ins AOK-Theater nach Darmstadt, ins Babenhäuser Tierheim sowie zu Obstbau Geibel. „Klasse, Peter vom DRK hat uns zweimal kostenlos chauffiert“, war das Kollegium dankbar. Auch der Schulförderverein engagierte sich. Nicht nur finanziell, „unsere Vorsitzende Martina Müller arbeitete jeden Tag mit, obwohl sie hier gar kein Kind mehr hat“, bedankte sich Astrid Geiß. Die tolle Woche gipfelte am gestrigen Freitag in einen Präsentationsnachmittag.

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