Bienenzuchtverein wirbt für das Hobby

Imkern leicht gemacht

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Imkern ist ein schönes Hobby.

Groß-Zimmern - Der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Roßdorf und Umgebung, Manfred Maiwald, wirbt für die Imkerei. Wenn der Wunsch besteht, etwas für Natur und Umwelt zu tun, ist das Halten von Bienen ein möglicher Weg, der sogar noch mit einer süßen Ernte belohnt wird.

Imker zu werden ist gar nicht so schwer und jeder ab zehn Jahren kann es ausprobieren. Wie bei jedem Hobby muss man sich theoretisch mit dem Thema beschäftigen, den Zeitaufwand einplanen, die Rahmenbedingungen klären und den ersten Schritt machen.

Wer mit dem Gedanken spielt, irgendwann vielleicht einmal in diese Richtung zu gehen, dem eröffnet der Bienenzuchtverein jetzt eine gute Chance zum Einsteigen: Über das Jahr verteilt werden speziell für Neuimker elf Kurse in Theorie und Praxis angeboten. Eine Gruppe von sechs erfahrenen Imkern hat die Themen ausgesucht und die Vorträge ausgearbeitet.

Anfänger nicht überfordert

Die Kurse sind von der Thematik auf das Bienenjahr abgestimmt, so dass der Anfänger nicht überfordert wird. Ziel ist es, Neuimker in die Lage zu versetzen, ein stetig größer werdendes Jungvolk durch den Sommer zu führen und im Herbst ein ausreichend stark herangewachsenes und gesundes Bienen-volk sicher einzuwintern. Im zweiten Jahr wird der Jungimker in Praxis und Theorie bei der Führung seines Bienenvolkes begleitet. Die Schulungen behandeln Themen wie: Frühjahrsnachschau, Erweiterung, Schwarmkontrolle, Honigernte, Futter sowie Varroa-Milbe und dauern jeweils rund drei Stunden. Der Verein ist gut auf Neuimker vorbereitet: Es werden sechs Bienenvölker gehalten, die nur für die Ausbildung und zur Jungvolkbildung eingesetzt werden.

An diesen kann der Schüler unter Anleitung selbst Hand anlegen und alle wichtigen Tätigkeiten üben. Aber der Bienenzuchtverein kümmert sich nicht nur um die Neuen, sondern auch um die erfahrenen Imker. Auch sie brauchen immer wieder Unterstützung. Regelmäßige Gesprächsrunden, auch mit praktischen Vorführungen, dienen zur Klärung auftretender Probleme bei der Bienenhaltung. Gerade im vergangenen Jahr hat sich die Varroa-Milbe auf Grund des Wetters sehr stark vermehrt.

Warten auf wärmere Tage

Inwieweit die Bienenvölker geschädigt wurden und die Überwinterung gefährdet ist, wird sich erst im Februar zeigen. Und was machen die Bienen jetzt im Winter? Sie haben sich in ihrer Bienenbeute eng zusammengezogen, wärmen sich gegenseitig, verzehren ihr Futter (Honigersatz) und warten auf wärmere Tage, damit sie wieder ausfliegen und Pollen sowie Nektar sammeln können.

Diese Winterbienen sorgen für die nächste Generation im Bienenvolk. Wer Interesse an diesem Hobby hat, kann sich weiter informieren auf der Internetseite: www.kreisimker.de.

Informationen über den örtlichen Imkerverein Rossdorf und Umgebung findet man im Internet.

guf

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