Gut besuchtes CDU-Familienfest

Zünftige Musik und viel Spaß

+
Bei Musik von „Urig & Echt“ und buntem Unterhaltungsprogramm ließen sich die Besucher beim CDU Familienfest gerne nieder.

Groß-Zimmern - Mit einem Familienfest gegen Langeweile und Politikverdruss - die CDU setzte dieses Ziel am Sonntag engagiert in die Tat um. Das Sommerfest stand wettermäßig zwar unter herbstlichem Einfluss - war ansonsten jedoch ein voller Erfolg. Von Ursula Friedrich 

Zünftige Musik, Bier vom Fass, Herzhaftes vom Grill und blau-weiße Dekoration, tatsächlich hatte das Münchner Oktoberfest ein bisschen Einfluss auf die Festgestaltung in der Grünen Mitte. Im Vorjahr musste die Union wegen Dauerregens ihre Zelte abbrechen, diesmal wurde gefeiert.

Es gab, auch für politisch anders orientierte Mitmenschen, keine Hemmschwelle, die Politik war eher außen vor. Spiel, Spaß und Sport standen im Fokus, zum Beispiel beim Kick auf die Torwand, wo sich zwei politisch prominente Bürger lange an der Spitze hielten. Bürgermeister Achim Grimm lieferte sich mit CDU-Generalsekretär Manfred Pentz ein Kopf an Kopf-Rennen, während Lena Reinhold, Schriftführerin des Ortsvereins, wie zehn weitere Torschützen zuvor, trotz kessem Dirndl keinen Treffer landete.

Beim diesjährigen Schätzspiel waren die Gastgeber außen vor. Insiderkenntnisse hätten eine Vorteilnahme bedeutet. So blieb es den Festbesuchern überlassen, die attraktiven Sachpreise zu gewinnen. Was die CDU-Fraktion plus Bürgermeister gemeinsam auf die Waage bringt? Nun musste der Taschenrechner her und ein dezentes Maß nehmen der CDU-Figuren. „1587 Kilogramm“, nannte CDU-Chef Christof Glaser schließlich das Ergebnis und überließ es den Schätzern, dieses Gesamtgewicht auf 18 Kommunalpolitiker umzulegen.

Mit zünftiger Musik von „Urig & Echt“, einem Besuch der historischen Traktorenschau des Alteisenclubs und einem Abstecher auf die Spielwiese ging es durch den Nachmittag. Zwei geschäftstüchtige junge Damen hatten, die Chance nutzend, einen Flohmarktstand aufgebaut, um ausrangierte Barbiepuppen, Lektüre und sogar einen Schulranzen zu veräußern.

„Wir möchten den Kontakt zu den Bürgern aufbauen“, kommentierte Christof Glaser eine Intention des Sommerfests, das seit Jahrzehnten auf dem Jahreskalender der Union steht. Stimmungen, Meinungen, Kritik einfangen ist trotz unterschiedlicher Bestrebungen quer durch die Parteienlandschaft mitunter mühsam. Das Desinteresse der Bevölkerung könnte natürlich ein Hinweis auf grundsätzliche Zufriedenheit sein. Um Bürger stärker in Kommunalpolitik einzubeziehen, hat die lokale Union die Veranstaltungsreihe „Wo drückt der Schuh?“ ersonnen, die fünf Mal im Jahr an öffentlichen Plätzen statt findet. Mit völlig unterschiedlicher Resonanz. Ein zwangloses Fest, so zeigte sich, ist eine erfolgreiche Strategie, den Kontakt zu den Bürgern zu knüpfen.

Kommentare