CDU-Rundgänger sind beeindruckt von Vieh und Äckern

Gänseküken und Kälber

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Die Bullenkälber ließen sich im Stall gerne streicheln.

Groß-Zimmern - Es piepst aus vielen Schnäbeln. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen sind entzückt. Zu einem besonderen Flurrundgang hatte die CDU eingeladen. Von Ulrike Bernauer

Neben dem Bauernhof Fritsch wurde am Sonntagmittag auch der Aussiedlerhof von Jörg und Jasmin Dressel besucht. Deshalb waren auch viele Kinder dabei, die bei diesem Rundgang viel zu sehen und auch zu streicheln hatten. Im Stall von Landwirtin Petra Fritsch tummelten sich Dutzende Gänseküken. Sie hatten noch kein weißes Federkleid, sondern kuschelig-gelben Flaum auf dem Leib. Deshalb waren sie auch noch im Stall oder auf der Weide, obwohl die Temperaturen warm genug waren. „Der Flaum ist noch nicht wetterfest, die Küken könnten nass werden, das bekommt ihnen nicht“, erklärte Landwirtin Fritsch. Anfassen ließen sich die kleinen Gänschen nicht, aber sie freuten sich, wenn die Kinder Gras oder Kräuter in den Stall warfen. Streicheln konnte man hingegen die Bullenkälber, die meistens ganz still hielten. Bei Landwirtin Fritsch konnten die Rundgänger in zwei verschiedene Ställe einen Blick werfen. Die Gruppe betrachtete erst den alten Stall, der so manchem etwas beengt erschien. Vor einigen Jahrzehnten, als er neu gebaut wurde, war der Stall das Non-Plus-Ultra in der Kälberhaltung, heute mutet er nicht nur eng, sondern auch düster an. Wie überall gab es auch in der Landwirtschaft immer wieder neue Entwicklungen, so auch bei der Viehhaltung.

Der neue Stall ein paar Meter weiter ist hell und licht und die Kälber darin haben in ihren großen Boxen deutlich mehr Platz. Einzelhaltung gibt es in beiden Ställen nicht, es sind immer mehrere Tiere in einer Box.

Die Flurwanderung der CDU führte zu den Aussiedlerhöfen Fritsch und Dressel.

Vom Hof von Landwirtin Fritsch liefen die Wanderer zum Dresselhof, der über Feldwege schnell zu erreichen ist. Jörg Dressel stellte erstmal die Familie vor. Schon im 17. Jahrhundert wurde der Hof gegründet, heute wirtschaftet die 15. Generation. Die Dressels verdienen ihr Geld nicht nur mit dem Anbau von landwirtschaftlichen Produkten, sondern auch über den Hofladen, der im Ortskern im ehemaligen Bauernhof untergebracht ist. Die Produktionsanlagen befinden sich heute außerhalb, Richtung Spachbrücken, auch die Familie lebt inzwischen dort. Hauptprodukt, für das die Familie Dressel auch bekannt ist, ist die Kartoffel. Hierfür bewirtschaftet Jörg Dressel 80 Hektar. Es werden aber auch Zuckerrüben, Weizen und Mais angebaut. Der Landwirt schwärmte seinen Gästen von der Kartoffel vor, sie sei ein absolut hochwertiges Lebensmittel mit unendlich vielen Möglichkeiten gesunder und abwechslungsreicher Ernährung. Zudem sei die Kartoffel auch ein sehr preiswertes Lebensmittel. Dennoch habe der Verzehr immer weiter abgenommen.

Verspeiste der Durchschnittsdeutsche 1950 noch 200 Kilogramm pro Jahr so waren es 2015 nur noch 60 Kilo. Und davon wurden mehr als die Hälfte in ihrer doch eher ungesunden Form als Pommes Frites oder Kartoffelchips von den Verbrauchern zu sich genommen. Dabei habe die Kartoffel gekocht oder gebraten praktisch so viele Vitamine wie die Äpfel. Zudem sei sie das Gemüse mit dem höchsten Eiweißgehalt. Der Dresselhof, der die Hälfte seiner Kartoffeln an Packbetriebe verkauft – die andere Hälfte kommt über regionale Märkte an den Verbraucher – hat noch die Kartoffeln aus dem Jahr 2015 im Verkauf. Dank der mit neuester Technologie ausgestatteten Lagerhäuser seien sie immer noch bestens verwertbar. Aber spätesten Ende Juni können die Kunden auch wieder die neuen Kartoffeln vom Acker direkt nebenan im Hofladen kaufen.

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