Sherlock Holmes auf Tortensuche 

 Detektive sind bei Ferienspielen auf Gangsterjagd

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Die Ferienspielkinder haben sich in Detektive verwandelt. Stolz zeigen sie ihre Ausweise, eine Verbrecherkartei haben sie ebenfalls angelegt.

Groß-Zimmern - Detektiv sein ist für viele Kinder eine spannende Angelegenheit. In dieser Woche können sie dieses Bedürfnis so richtig ausleben. Auf den Spuren von Sherlock Holmes wandeln 39 Kinder bei den Ferienspielen noch bis Freitag. Von Ulrike Bernauer

Viele spannende Aktionen haben sich die Betreuer ausgedacht. Dazu gehören auch Paul Strobl und Niels Breitner, die beide als Kinder bei den Ferienspielen mitgemacht haben und sich noch gut an diese Zeit erinnern. Am Montagmorgen begannen die jungen Detektive der Ferienspiele sofort mit der Arbeit. Sie fertigten sich erst einmal Detektivausweise, damit sie auch überall in ihrer Eigenschaft anerkannt den wichtigen Aufgaben nachgehen können. Nachmittags sahen sie sich einen Film an, der noch einmal ganz viel Informationen über die Pflichten und Rechte eines Privatermittlers zeigte. Da konnten die Nachwuchs-Schnüffler noch einiges lernen.

Gute Schulung für junge Schnüffler: Detektivarbeit hat viel mit Kombinieren zu tun. Beim Schiffeversenken muss man auch viel nachdenken und kombinieren.

Am Dienstag wurde es spannend, denn ein Besuch der Polizeistation in Dieburg stand auf dem Programm. Die Polizisten plauderten ein wenig aus dem Nähkästchen und zeigen den jungen „Kollegen“ ihre Ausrüstung. Mit Begeisterung hielten die Kinder, ein Schutzschild oder einen Schlagstock, probierten Helme und testeten Handschellen am eigenen Gelenk. Pistolen allerdings zeigten die Ordnungshüter nicht. Waffen werden eingeschlossen, wenn die Beamten in der Dienststelle sind.

Die Einsatzkräfte erklärten den Kindern auch, dass man sie nur bei einem Notfall oder Unfall rufen sollte und die Nummer für die Polizei die 110 ist. Über die 112 werde Feuerwehr oder Rettungsdienste alarmiert. Besprochen wurde auch, wie man einen Notruf absetzt und was man sagen muss, damit einem in kritischen Situationen geholfen wird. Alle wollten auch mal ein paar Minuten in der Gewahrsamszelle der Polizeistation Dieburg verbringen, allerdings nur, weil sie sicher sein konnten, jederzeit wieder raus zu kommen. Spannend war auch ein Besuch bei der Spurensicherung, bei dem die Beamten erklärten, dass nicht nur Fingerabdrücke Spuren sind, sondern dass sich auch viel aus Blut, Haar- und Stofffunden lesen lasse. Jedes Kind durfte auch mal mit dem Pinsel hantieren. Das taten die anderen Kinder auch, die den Vormittag im Jugendzentrum verbrachten. Sie legten eine Verbrecherkartei an. Jeder wurde auf eine Karte mit Foto, Fingerabdruck und den besonderen Eigenschaften registriert, mit Bemerkungen wie Dauergrinsen, Marienkäfer-Ohrringe, Sommersprossen oder bunte Haarspange. Merkmale also, an denen man einen der jungen Detektive identifizieren kann.

Am Mittwoch übernahmen die Schnüffler dann ihren ersten Fall. Als sie in der Buchhandlung Lesezeichen saßen erhielten sie die Nachricht, dass Tom Hicking eine leckere Buttercreme-Torte gestohlen worden sei. Die hatte der Jugendpfleger zum Amtsjubiläum erhalten und war ganz traurig über den Verlust des Geschenks. Die Detektive gingen sofort an die Arbeit und so nach und nach trudelten Hinweise ein.

Am gestrigen Mittwoch konnten sie zwar erste Spuren aufnehmen, den Fall aber noch nicht komplett lösen. Glücklicherweise bleiben den Ferienspielkindern ja noch zwei Tage, also genug Zeit, um den Übeltäter zu ermitteln und zu schnappen.

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