Spenden der Wohnzimmer-Konzerte an Kinder in Rumänien

Sängerin Diana buchen und damit Gutes tun

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Junge Musikerin mit toller Stimme: Diana Sink mit Gitarre im eigenen Wohnzimmer. Zugunsten armer Kinder in Rumänien will sie bis Weihnachten bei privaten Anlässen und im kleinen Rahmen auftreten.

Groß-Zimmern - Auf schönere Weise kann man wohl kaum Gutes tun: Wer in den kommenden Wochen Musikerin Diana Sink für einen privaten Anlass oder einfach nur zum Minikonzert im Wohnzimmer bucht, hilft damit armen Kindern in Rumänien. Von Jens Dörr 

Die 23-Jährige aus Groß-Zimmern kommt in den Wochen vor Weihnachten gratis auf Privat- oder kleinere Vereinsfeiern und bittet damit lediglich um eine Spende nach dem Gusto des Gastgebers zugunsten der Hilfsorganisation „Von Hand zu Hand“. Von wenigen Liedern bis zum einstündigen Gig kann sich Sängerin Diana Sink dabei grundsätzlich ihr komplettes Musikangebot vorstellen. Sie covert diverse Genres, begleitet sich dazu auf der Gitarre und schreibt zudem eigene Songs.

Die „Wohnzimmer-Konzerte“ können in eben solchem Raum stattfinden, darüber hinaus freilich auch im Partykeller oder an einem anderen, durchaus auch ungewöhnlichen Ort. Insbesondere der kleine, familiäre Rahmen eigne sich für ihre Musik, sagt Sink; so komme sie ohne Verstärker aus und könne ihre Stimme unplugged auf der Gitarre begleiten.

Neben privaten Feiern, Geburtstagen oder romantischen Abendessen zu zweit in den heimischen vier Wänden oder auch ganz ohne besonderen Anlass, eigneten sich auch kleinere Zusammenkünfte etwa von Gruppen und Vereinen. „Wichtig ist, dass es sich um ein geschlossenes Konzert handelt, bei dem sich die Leute untereinander kennen“, sagt die Studentin, die unter dem Titel „Diana and the music“ schon in diversen Konstellationen und bei unterschiedlichen Anlässen (zum Beispiel auf dem Darmstädter Schlossgarbenfest) aufgetreten ist. In diesem Rahmen werden nämlich keine GEMA-Kosten fällig.

Mit einem Mindestbetrag unter Zugzwang bringt die junge Frau, die seit sechs Jahren in Groß-Zimmern lebt und zuvor in Dieburg, Münster und Erfurt wohnte, derweil niemanden: „Ich lasse offen, was bei meinen Auftritten rauskommen soll.“ Angst, mit zu kleinen Scheinen ins Fettnäpfchen zu treten, müsse niemand haben: „Wenn an einem Abend 50 Euro und ein Päckchen mit Spielzeug und Süßigkeiten rauskommt, ist das völlig in Ordnung.“ Das erste Konzert am 4. November stehe bereits fest, weitere Anfragen lägen vor. „Normalerweise erhalte ich für meine Auftritte ja Geld. In diesem Fall will ich aber nicht einmal die Fahrtkosten erstattet bekommen. Es geht auch nicht um Werbung für mich und meine Musik, sondern in erster Linie um die Kinder.“

Denen schenkt die Organisation „Von Hand zu Hand“, die einst auch in Dieburg saß und inzwischen in Aschaffenburg angesiedelt ist, schon seit Jahren Päckchen an Weihnachten und zum Schuljahres-Beginn im Sommer. Sink selbst stammt ebenfalls aus Rumänien, kam im Alter von zwei Jahren nach Deutschland. „Als ich erfahren habe, dass die Sachen nicht nur in Rumänien, sondern sogar in meiner Geburtsstadt Petrosani ankommen, wollte ich mehr machen, als nur ein Päckchen packen“, verrät sie den Antrieb für ihre außergewöhnliche Aktion. Seit das Kohlebergwerk der Stadt vor Jahren dichtgemacht hat, sei die Armut in Petrosani immens gestiegen. Das Geld, das nicht für Weihnachtsgeschenke oder Schulpäckchen mit Stiften und Papier eingesetzt werde, verwende die Hilfsorganisation für die Unterstützung einer Gaststätte in Petrosani, in der arme Einwohner ein subventioniertes Essen erhalten können.

Wer Diana Sink, die mit Blick auf die baldige Adventszeit mit entsprechenden Feiern auch Weihnachtslieder in petto hat, für ein „Wohnzimmer-Konzert“ oder einen ähnlichen Rahmen buchen möchte, kann über Facebook („Diana and the music“) oder E-Mail (contact@dianaandthemusic.com) mit ihr in Kontakt treten. Der Veranstaltungsort sollte innerhalb des Rhein-Main-Gebiets liegen. Sachspenden für „Von Hand zu Hand“ können bis Mitte November abgegeben werden, da dann der Transport der Geschenke nach Rumänien erfolgt. Zu einem späteren Zeitpunkt sind eher Geldspenden sinnvoll.

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