336 Senioren aus Klein- und Groß-Zimmern feiern

Applaus für die Ältesten

+
Einmal im Jahr zu Gast bei der Gemeinde: Rund 340 ältere Mitbürger folgten der Einladung zum Seniorennachmittag. 

Gross-Zimmern - Einmal im Jahr rücken die ältesten Bürger der Gersprenzgemeinde ins Rampenlicht. Zum Seniorennachmittag lädt die Gemeinde immer im Herbst all jene Mitbürger, die den 70. Geburtstag gefeiert haben - die Begleitperson darf auch jünger sein. Von Ursula Friedrich 

Einen bunten Nachmittag mit Musik, Geselligkeit, Kaffee und Kuchen feierten diesmal 336 Gäste aus beiden Ortsteilen. „Unser Seniorennachmittag ist auch eine Anerkennung der Leistung unserer älteren Mitbürger“, sagte Bürgermeister Achim Grimm. Als „Kellner“ wirbelten diesmal Gemeindemitarbeiter sowie der DRK-Ortsverband durch den Saal.

Ganz besonders im Fokus standen die ältesten Gäste. Charlotte Richter wird zwar erst am 14. Oktober diesen Jahres ihren 102. Geburtstag feiern. Doch auch mit 101 Jahren ist sie die älteste Bürgerin Groß-Zimmerns. Deutlich jünger, jedoch die älteste Klein-Zimmernerin im Saal war Käthe Hummel (89). Alfred Linke war mit 90 Jahren ältester Klein-Zimmerner Gast in der Mehrzweckhalle. Der älteste Groß-Zimmerner Besucher war Hassan Anzali (91), der wie alle anderen Senioren viel Applaus und Blumen erhielt.

Hassan Anzali, Käthe Hummel, Charlotte Richter (dahinter ihr Sohn Klaus Richter) und Alfred Linke (von links) wurden von Bürgermeister Achim Grimm als älteste Gäste des Seniorennachmittags begrüßt.

Damit alles reibungslos klappte, wurden viele Gäste, darunter auch die Bewohner der beiden örtlichen Senioreneinrichtungen, mit dem Bürgerbus transportiert. Bäcker Nennhuber musste tüchtig Teig kneten, um die 291 Groß-Zimmerner und 45 Klein-Zimmner Gäste zu verköstigen. Insgesamt 20 Bleche Käse- und Apfelbutterkuchen wurden verputzt, während Alleinunterhalter Peter Holzgreve tüchtig in die Tasten seines E-Pianos griff.

Der Seniorennachmittag dient guter Laune und Kommunikation. Dem Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, aber auch der Unterhaltung. Dafür sorgte das Seniorentheater Roßdörfer Spätlese. Was das Amateurtheater humorvoll in Sketche und Anekdoten packt, ist für manchen gutgläubigen Bürger schon bittere Realität geworden. Heimtückische Straftaten, die Senioren um Bares und Erspartes erleichtern. Welch perfide Mittel Gauner heutzutage anwenden wurde von den Roßdorfern kurzweilig in Szene gesetzt. Der mitgereiste Kriminalhauptkommissar Wolfgang Herbert gab außerdem Verhaltenstipps, um ausgebufften Betrügern nicht auf den Leim zu gehen.

Man lernt nie aus - Gehirn ist im Alter offen für Neues

Kommentare