40 Jahre Jugendarbeit

Eine Feuertonne zum Geburtstag

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Blau war die vorherrschende Farbe bei der akademischen Feier zum 40-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Klein-Zimmern. Zahlreiche Feuerwehrleute aus der Umgebung waren zum Gratulieren gekommen.

Klein-Zimmern - Eine akademische Feier mit geladenen Gästen war der Feuerwehr Klein-Zimmern der Geburtstag ihrer Jugendfeuerwehr wert. Genau auf den Tag vor 40 Jahren, am 19. Mai, war die Nachwuchsabteilung der Klein-Zimmerner Wehr gegründet worden. Von Ulrike Bernauer

Damals war das Dorf noch nicht Ortsteil von Groß-Zimmern, sondern eine eigenständige Gemeinde. „Wir hatten mit der Grube Messel selber sogar noch einen Ortsteil“, erinnerte Joachim Köbel, heute Vorsitzender des Feuerwehrvereins, zwischendurch Wehrführer und vor 40 Jahren Jugendfeuerwehrwart.

Dieses Amt hat mittlerweile an Köbels Sohn Fabian inne, der an diesem Abend im Feuerwehrhaus auch zahlreiche Schecks von den Gästen in Empfang nehmen durfte. Joachim Köbel hingegen ließ noch einmal die Geschichte der Jugendfeuerwehr Revue passieren (wir berichteten).

Die eine oder andere Anekdote hatte der Ex-Jugendfeuerwehrwart noch beizusteuern. Unter anderem habe man drei Bürgermeister verschlissen. Zwei Verwaltungschefs, einen Ex und den amtierenden, konnte die Feuerwehr als Gäste begrüßen.

Bürgermeister Achim Grimm wandte sich zunächst an die aktuellen Mitglieder der Jugendfeuerwehr: „40 Jahre sind ein Zeitraum, den ihr kaum überblicken könnt. Ich hoffe, ihr seid in 40 Jahren auch noch aktive Mitglieder der Feuerwehr.“ Grimm würdigte die Verdienste von drei ehemaligen Jugendfeuerwehrwarten: Nach Köbel folgte der derzeitige Wehrführer Markus Geßner. Mark Czerny leitete die Jugendfeuerwehr ebenfalls einige Jahre. „Sie alle haben das Schiff Jugendfeuerwehr gut geführt.“

Grimms Vorgänger Dieter Emig erinnerte sich noch an seine Amtszeit.

„Ich musste in sehr kurzer Zeit sehr viel lernen über die Feuerwehr, schließlich hatten wir in zwei Jahren zwei Jahrhunderthochwasser.“ Er habe sich immer auf die Einsatzkräfte verlassen können und sei froh gewesen, dass die Feuerwehrleute ihm beigestanden haben. Geßner und Czerny begleiteten die Gäste ebenfalls durch 40 Jahre Jugendfeuerwehr, neben zahlreichen Fotos gab es auch zwei kurze Filme zu sehen.

Für das Jubiläum hatten sich Köbel und Geßner etwas Besonderes ausgedacht. Demnächst werden alle Klein-Zimmerner eine Feuertonne im Haus haben.

Diese kleine Plastiktonne können die Bewohner mit einem Plan des Hauses ausstatten, in dem vermerkt ist, wo der Gas- oder Heizöltank sitzt oder wo die Photovoltaikanlage ausgeschaltet werden kann. Ist die Tonne, die im Küchenschrank oder Kühlschrank verstaut werden kann, gut bestückt, erleichtert sie der Feuerwehr im Brandfall die Arbeit.

Ein Aufkleber ist ebenfalls in der Tonne enthalten, wird der an den Kühlschrank geklebt, weiß die Feuerwehr, wo sie Informationen findet. Ein Medikamentenzettel hätte auch noch Platz in der Tonne.

Einer der ersten, der eine solche Tonne erhielt, war der Landtagsabgeordnete Manfred Pentz, der ebenfalls unter den Gratulanten war.

„Am Sonntag werden wir die Tonnen an die Besucher des Florianstages verteilen“, kündigte Köbel an. Da Klein-Zimmern allerdings flächendeckend mit den Tonnen ausgestattet werden soll, werden die Feuerwehrleute in den nächsten Tagen und Wochen alle Haushalte besuchen und die nützliche Neuerung verteilen.

Glückwünsche kamen auch von Feuerwehrseite, Kreisbrandinspektor Ralph Stühling freute sich über die gute Arbeit der Jugendfeuerwehr Klein-Zimmern. „Nicht der Nachwuchs ist unser Problem, sondern die jungen Feuerwehrleute, die ihren Dienst aus beruflichen Gründen manchmal nicht mehr ausüben können.“

Für Fabian Köbel gab es dann noch eine besondere Ehrung. Kreisjugendfeuerwehrwartin Carina Höfft überreichte ihm die Ehrenmedaille der Kreisjugendfeuerwehr. Von Stühling gab es ein Exemplar der Dienstvorschrift. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem Blechbläserquartett „halb 8“.

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