Schäfchen im Haus Elisabeth

Einweihung der Kapelle in Senioreneinrichtung

+
Freunde und Familie treffen, das erste Sommerfest in der Seniorenbetreuungseinrichtung Haus Elisabeth stand ganz im Zeichen munterer Kommunikation.

Groß-Zimmern - Im Herbst wurde die Senioreneinrichtung Römergarten Residenzen in der Bahnstraße eröffnet. Inzwischen leben im Haus Elisabeth 45 Menschen ab 70 Jahren. Als am Samstag die erste Sommerparty veranstaltet wurde, feierten alle munter mit. Von Ursula Friedrich 

Selbst die älteste Dame, immerhin 98 Jahre alt, nahm in der Kapelle Platz, um die Segnung des Gebetsraumes mitzuerleben. Pfarrer Michael Fornoff und sein katholischer Kollege Christian Rauch weihten zu Beginn der Feier die neue Kapelle ein. „Unsere Kapelle wurde mit christlichen Ornamenten neu gestaltet“, sagte Thomas Neubecker, Leiter der Seniorenresidenz Römergarten. Vierzehntägig feiern die Geistlichen mit den Bewohnern hier Gottesdienste. Im Anschluss an diese christliche Eröffnung wurde es ganz weltlich. Bewohner, Angehörige und Freunde, Nachbarn sowie interessierte Besucher tummelten sich in der Cafeteria und im grünen Innenhof.

Schäfchen-Fanclub: Mit welchem Eifer der passionierte Maler Hans Peter Murmann seine Schafe auf Leinwand bannt, verfolgte das Publikum beim Sommerfest im Haus Elisabeth.

Dieburgs Schäfchenmaler Hans Peter Murmann kam mit Staffel und neuen Schafsideen, live-Musiker versüßten den Nachmittag musikalisch und das Römergarten-Pflegeteam wirbelte zwischen den Tischen umher, um Kaffee und Kuchen auszugeben. Das Wichtigste, dies wurde auf den ersten Blick deutlich, war die Kommunikation. Das Wiedersehen mit Familienangehörigen, der Plausch mit der Freundin, die Freude über das Enkelkind. „Unsere Bewohner kommen aus Groß-Zimmern und den umliegenden Gemeinden“, sagte Neubecker. Er ist mit seinem Team von Anfang an bemüht, das Haus „nach außen“ zu öffnen. Dies scheint gelungen. „Wir sind in der Gemeinde angekommen“, sagte der Residenzleiter. Mit 45 Bewohnern ist ein Bereich der Betreuungs- und Pflegeeinrichtung nun belegt. 112 Plätze bietet das Haus Elisabeth insgesamt. Sehr gut nachgefragt sind Kurzzeitpflegeplätze.

Eine Besonderheit ist der geschlossene Demenzbereich, der Menschen im fortgeschrittenen Stadium einer Demenzerkrankung eine Heimat bietet. „Seit Juni haben wir diesen Bereich unseres Hauses für Menschen mit schwerer Demenzerkrankung geöffnet“, sagte Pflegedienstleiterin Maria Oemisch. Das Sommerfest bot Besuchern die Möglichkeit, das Haus kennenzulernen. Das Angebot der Führungen durchs Haus wurde rege genutzt. „Wir rechnen mit ein bis zwei Jahren bis alle Zimmer belegt sind“, sagte Stefan Schambach, Geschäftsführer der Römergarten Residenzen, der sich im Garten ein Plätzchen suchte, um mitzufeiern. „Das Schöne ist, dass wir hier eine große Familie sind und das Klima unter dem Personal sehr angenehm ist“, sagte Schambach. „Während andernorts eine starke Fluktuation herrscht, bleiben unsere Mitarbeiter.“

Geblieben ist auch Rosa Pullmann mit echter Begeisterung. Sie ist eine von gut einem Dutzend Mittagsgästen, die zu Hause wohnt, zum Mittagessen jedoch im Haus Elisabeth einkehrt. Anlässlich des Sommerfestes gab die resolute ältere Dame (92) ein paar Anekdoten zum Besten. Für die Küche gab es ein dickes Lob. Nicht nur, dass es immer schmeckt, „wenn man noch einen Nachschlag will, gibt es den auch noch“, berichtete Pullmann.

Kommentare