Die ganze Gemeinde feiert im Ortsteil

Erstes Fest nach der Fusion

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Reaktionsschnell: Mit dem Hammer sollten die Hülsenfrüchte aus der Erbsenrutsche zerschmettert werden.

Klein-Zimmern - Wo viele Hände zupacken, kann Großes geschaffen werden. Diese These bewies das katholische Pfarrfest, das sich an Fronleichnam rund um die Kirche erstreckte. Von Ursula Friedrich 

An vielen Stationen packten Helfer mit an, um ein Festprogramm für alle Sinne auf die Beine zu stellen. Heiß her ging es im Küchentrakt, wo Walter Götz, vielen von den Festen des Kultur- und Kerbvereins ausgezeichneter Koch bekannt, mit der Grillzange zulangte und Meterweise Bratwurst röstete. „Vieles heute ist gespendet“, so Gemeindereferentin Jutta Moka, die den Suppenstand betreute. Vegetarisches und Deftiges aus dem Suppentopf (sogar Wildschweineintopf stand auf dem Programm), Gegrilltes und eine üppige Auswahl unterschiedlichster Salate (hier servierte der Gesangverein) wurden im Anschluss an Eucharistiefeier und Prozession im zwanglosen Teil des Fronleichnamtages serviert. Den süßen Teil des Gastronomiebereich stemmte der Frauenkreis, der ebenfalls gespendete Kuchen und Torten unter die vielen Gäste brachte. „Es ist das erste Pfarrfest in Klein-Zimmern seit der Fusion der Gemeinde“, erklärte Angelika Schofer, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats die Dimensionen des Zusammenseins.

Welche Blüten die neue, große Kirchengemeinde treiben kann, war offensichtlich. Katholiken beider Ortsteile ließen sich nicht lange bitten, auch Gäste der weltlichen Gemeinde mischten sich gerne unters Volk. Im Andrang um den Gastronomiebereich gab es kaum ein Durchkommen. Und die Stimme Pfarrer Christian Rauchs, der das Fanfarencorps Groß-Zimmern anzukündigen versuchte, ging ungewohnt im Festtrubel unter. Bis auf die Straße zog sich das Festgeschehen, wo der Orgelförderverein mit seinem Marmeladen- und Likörsortiment im Endspurt zur Finanzierung des neuen Kircheninstruments ansetzte. Eine feste musikalische Größe sind die Katholischen Kirchenmusiker (KKM), die auch diesmal zum Konzert aufspielten.

Während es die Jugend unter die Schatten spenden Bäume zog, wo Pfadfinder und Katholische Junge Gemeinde allerlei Spiele veranstalteten. Materiell gesehen stellt das Fronleichnamsfest eine wichtige Einnahmequelle dar, um notwendige Investitionen zu tätigen, aber auch soziale Projekte zu unterstützen. Insbesondere der Erlös der Tombola – hier türmten sich viele Spenden zu einem attraktiven Berg von gewinnen – soll zur Instandhaltung des Schwesternhauses in der Reinheimer Straße dienen.

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