Geißberschüler musizieren und malen

Feier mit Hundertwasser, Mussorgsky und Kandisky

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Die beiden Bläser-AGs der dritten und vierten Klasse können sogar schon zusammen spielen.

Klein-Zimmern - Künstlerisch haben die Geißbergschüler ganz offensichtlich einiges drauf. Das bewiesen sie bei ihrem Fest zum Ende ihrer Projektwoche am Freitag. Von Ulrike Bernauer

Mit bekannten Künstlern und ihren Werken hatten sich die Grundschüler beschäftigt, Subjekte ihres Interesses waren Jackson Pollock, Friedensreich Hundertwasser, Modest Mussorgsky, Vassily Kandisky und Joan Miro. Die Kinder lernten einige Werke dieser Meister kennen, malten Bilder nach oder ließen sich Fällen inspirieren. Am Freitag durften dann die Eltern die Bilder und Skulpturen bewundern, konnten sich aber auch, bevor sie die Ausstellungen in den Klassenräumen besuchten, vom musikalischen Können ihrer Kinder überzeugen.

Der Schulchor sang einige Lieder, unter anderem pries er den Vogelsang, beschrieb aber auch, was starke Mädchen und starke Jungs ausmacht. Auf Wunsch der Kinder wurde auch das Schullied gesungen. Die Bläser-AGs stellten sich vor, sie spielten sogar ein Stück zusammen und die Flötengruppe zeigte ebenfalls ihr Können. Danach gab es eine Versteigerung einiger Gemälde. Pollock mit seinen Klecksbildern hatte es den Kindern besonders angetan und so wurden etliche Gruppenwerke unter die Elternschaft gebracht. Beim ersten Werk kamen die Gebote der Eltern sehr zögerlich, obwohl Lehrerin Agnes Wiechmann, die als Auktionatorin fungierte, allein den Materialwert der Klecksbilder auf 20 Euro bezifferte.

Dann aber lieferten sich die Eltern wahre Biet-Schlachten, viele wollten das Bild haben, an dem ihr Kind mitgemalt hatte. Brigitte Wanko ersteigerte eines, weil Enkel Albert mit dem Pinsel dabei war. „Es ist doch schön, wenn die Kinder Spaß an der Kunst haben und das gefördert wird.“ Im Rahmen ihres Projektes waren die 61 Grundschüler samt Lehrerinnen und Betreuerinnen auch nach Darmstadt gefahren zum Hundertwasser-Haus und zum Hessischen Landesmuseum. Hier gab es zwei Führungen mit Bildbetrachtung, die die Kinder sehr spannend fanden. Über Gegenstände näherten sich die jungen Künstler einem Gemälde, das sie anhand der Geschichten und der Gegenstände, die sie betrachten konnten, in der Gemäldegalerie suchen durften.

Zahlreiche Hundertwasser-Häuser in Kleinformat konnten die Eltern in einem der Klassenräume bewundern. An Miro, Mussorgsky und Kandinsky angelehnte Gemälde gab es in den anderen Klassenzimmern zu sehen. Manuela Findhammer, die als Betreuerin die Projektwoche begleitet hatte, fand es erstaunlich, wie weit die Grundschüler schon von bestimmten Vorstellungen geprägt sind. „Als ich den Kindern gesagt habe, sie sollen eine Wand bunt anmalen, wollten sie nur zu einer Farbe greifen, und eine Linie ist für sie ganz selbstverständlich gerade.“

Schulleiterin Angelika Klindt bestätigte den Eindruck von Findhammer. „Das Ausmalen macht den Kindern Spaß, aber frei malen, das ging nur bei wenigen, die sich dann auch von den Vorlagen der berühmten Künstler befreien konnten und ihre eigenen Eindrücke auf Papier brachten.“

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