Friedensschule wird Schmuckstück

In den Ferien viel Schularbeit geleistet

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Nicht nur im und am alten Schulhaus wurde in den Osterferien gearbeitet. Auch die Bodenhöhe wurde aktuell neu vermessen.

Groß-Zimmern - Für rund drei Millionen Euro saniert der Landkreis den Altbau der Friedensschule. Seit fast einem Jahr ist das markante Gebäude an der Wilhelm-Leuschner- Straße verhüllt. Die Grundschule wird hier den Ganztagsbetrieb ansiedeln. Von Gudrun Fritsch 

Staubige Arbeit: Der alte Putz muss bis auf den rohen Stein runter.

Beim Umbau müssen natürlich auch einige Belange des Denkmalschutzes beachtet werden. Im Erdgeschoss wird eine Mensa mit Küche sowie Nebenräumen für Personal und Lager entstehen. Weiterhin sind hier Büro- und Besprechungsräume sowie ein Ranzenlager vorgesehen. Im Obergeschoss werden die Bibliothek samt Mediathek sowie Räume zur kreativen Entfaltung mit Bewegungs- und Ruhezonen eingerichtet. Das Dachgeschoss bleibt bis auf einen abgekapselten Teilbereich für die Lüftungszentrale ungenutzt. Nachdem sich anfängliche Gerüchte im Ort gelegt hatten, der Landkreis als Inhaber, der das Haus zuletzt im sozialen Wohnungsbau zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt hatte, wolle dies weiterhin tun, munkelt man jetzt: „Da tut sich doch gar nichts.“ Doch weit gefehlt: Besonders in der Ferienzeit ging es auf allen Ebenen und auf dem Außengelände rund.

Offensichtlich nahmen einige Firmen die Gelegenheit wahr, dass keine Schüler unterwegs waren, und zusätzliche Flächen genutzt werden konnten. An der Westseite wurde ein frei stehender Aufzugsschacht errichtet, um die Geschosse barrierefrei über eine Verbindungsbrücke zu erreichen. Im Zuge der Herrichtung einer Mensaküche wurde eine zentrale Lüftungsanlage im Dachgeschoss integriert. Seit Mitte Januar laufen die Arbeiten an den Ausbaugewerken für Heizung, Sanitär und Elektro (Rohmontage) und sind bereits zu 80 Prozent abgeschlossen.

„Bei den Putz- und Trockenbauarbeiten ist ein Mehraufwand entstanden, da große Teile von losen Putzflächen abgeschlagen werden mussten“, teilt die Stellvertretende Pressesprecherin des Landkreises, Annika Schmid, auf Anfrage des LA mit. Da der alte Putz lose war und folglich darauf keine Farbe gehalten hätte, musste er komplett abgeschlagen werden. Mit Fertigstellung der Arbeiten könne dann wie geplant in den Herbstferien gerechnet werden, so Schmid. Alle Beteiligten hoffen, dass der runderneuerte Altbau ab Schuljahresbeginn 2016/17 genutzt werden kann.

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