Sportliche Ferienspiele

Übungen mit Bällen und auf Inlinern

+
Kleine Federbälle verteilt Badminton-Trainer Harald Karnstedt an die Ferienspielkinder. Vieles funktioniert beim Sport auch ohne Sprache ganz einfach.

Groß-Zimmern - Für 47 Kinder der Gemeinde starteten die Ferien sehr bewegt. Ihre Eltern hatten sie zu den Sommerspielen angemeldet, bei denen das vorherrschende Thema der Sport ist. Von Ulrike Bernauer 

Während die eine Hälfte der Kinder am Wochenanfang Badminton spielte, stand die andere Hälfte in der Rad- und Rollsporthalle auf Inlinern und übte das Skaten. Diesmal stand allerdings nicht Hockey auf dem Programm, sondern es ging um die Technik des eleganten Fahrens. Wer schon etwas geübter auf den Rollen war, trainierte Kreisefahren oder in den Rückwärtsgang umzuschalten.

Das Besondere an diesen sportlichen Ferienspielen istt, dass die Kinder- und Jugendförderung nicht nur die entsprechenden Örtlichkeiten gebucht hat, sondern auch die entsprechenden Trainer der Vereine. So führte Badmintonlehrer Harald Karnstedt von der Abteilung des Turnvereins (TV) die Kinder behutsam an das Spiel mit dem gefederten Ball heran. Erst einmal wurden Koordinations- und Lockerungsübungen gemacht, beim Durchlaufen eines Parcours konnten die Kinder zeigen, wie wendig sie sind. Denn Beweglichkeit ist bei fast jeder Sportart wichtig, beim Badminton allemal.

Auch danach ging es noch nicht an die Schläger. Erst einmal übten die Kinder, sich Luftballons über das Netz zuzuspielen. So wurde das Reaktionsvermögen geübt, weil die bunten Gebilde zwar nicht so schnell fliegen, aber mitunter unerwartet auf einen Stups oder Schlag reagieren. Das Bild änderte sich, als die Kinder zum Schläger greifen durften. Jetzt sah man ganz genau, dass manche häufiger Federball spielen, was dem Badminton ja recht ähnlich ist. Felix hatte sogar seinen eigenen Schläger von zu Hause mitgebracht, den durfte er natürlich auch verwenden.

„Viele neue Kinder dabei“

„Wir haben wieder viele neue Kinder dabei. Etwa ein Drittel war noch nie bei den Ferienspielen“, sagte Jugendpfleger Marcus Psczolla. „Die meisten Teilnehmer hier sind zwischen sechs und zehn Jahren alt.“ Auch einige Betreuer üben ihren Job in diesem Sommer zum ersten Mal aus. Dazu gehört Dennis Andelic, der allerdings schon beim TV Kinder betreut hat. Rebecca Beutel hat sich vor vier Jahren schon einmal mit den Ferienspielkindern beschäftigt. Zudem ist sie mit der Arbeit bereits recht gut vertraut, denn sie macht eine Ausbildung zur Erzieherin.

Zehn der Kinder kommen diesmal aus Flüchtlingsfamilien. Das stellt die Betreuer vor besondere Herausforderungen. Zwei kleine Jungen aus Syrien spechen so gut wie gar kein Deutsch. Deshalb schreitet Beutel ein, als Karnstedt einem der Jungen etwas erklären will. „Er versteht noch kein Deutsch.“ Auch wenn die wichtigsten Dinge dabei mit Händen und Füßen geregelt werden müssen, klappt die Verständigung erstaunlich gut. Gar kein Sprachproblem gibt es mit zwei aus Afrika stammenden Mädchen. Sie wohnen in Klein-Zimmern, besuchen seit einiger Zeit die Geißbergschule und sprechen inzwischen sehr gut Deutsch.

Die Kinder haben in dieser Woche ein sehr abwechslungsreiches Programm, neben den genannten Sportarten kommt noch Boccia, Rope-Skipping und Fußball hinzu. Laura ist aktive Leichtathletin und begeistert von den Ferienspielen. Die Elfjährige kann sich kaum entscheiden, welche der angebotenen Sportarten am meisten Spaß macht.

Kommentare