Fest der Friedensschule

Rauschende Wasserparty

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Mit dem Schlauchboot in die Schule: Dieser Traum wurde beim Fest der Friedensschule Realität. Die kleinen Kapitäne konnten ihr „Schiff“ eigenhändig über den Hof navigieren.

Groß-Zimmern - Ein wahrhaft glückliches Händchen hatten die Organisatoren des Schulfestes der Friedensschule. Es stand unter dem Motto Feuerwehr – und die bringt bekanntlich immer Wasser mit. Von Ulrike Bernauer 

Da Feuerwehr ist bekanntermaßen dafür da, um Feuer zu löschen und das tut sie mit Wasser. Also ist sie auch gut ausgerüstet mit Gerätschaften, die Wasser hervorbringen. So ähnelt der Schulhof an diesem tropisch heißen Samstagnachmittag auch eher einem Platz der Wasserfestspiele. Viele Kinder sehen so aus, als kämen sie gerade aus dem Freibad, etliche Mädchen haben in weiser Voraussicht ihren Bikini mitgebracht.

Es gibt wenig Spiele an diesem Nachmittag, die nichts mit Wasser zu tun haben. Auch die hat fast alle die Feuerwehr mitgebracht. Da können sich Kinder in einem an einem Seil aufgehängten Schlauchboot selbst fortbewegen. Da kann mit einem Spreizer der Feuerwehr Geschick bewiesen werden. Ein Tennisball muss von einem Behältnis in einen anderen gelegt werden, hier legen auch gerne mal die Väter Hand mit an. Es darf gemalt werden, natürlich im Schatten, und temporäre Tattos können sich die Schüler auch aufmalen lassen. Besonders beliebt ist diese Station: Hier können sich die Kinder in einer Einsatzjacke fotografieren lassen, der Helm kommt natürlich auch auf den Kopf.

Aber am besten besucht sind die Stationen, die Abkühlung von der Hitze versprechen – schließlich ist der Samstag der heißeste Tag dieses Jahres. Davon gibt es einige, so ist ein Wasserverteiler nur so von Kindern umringt und ein Rasensprenger muss zwischenzeitlich mal ausgeschaltet werden, damit das Wasser ablaufen kann und nicht den halben Schulhof flutet. Auf der Straße hat die Feuerwehr das Feuerhaus aufgestellt, bei dem mit dem Wasserschlauch Klappen aufgespritzt werden müssen. Viel interessanter ist es aber, die Mitschüler nass zu spritzen. Die Eltern stehen daneben und eine Mutter sagt neidvoll: „Am liebsten würde ich mich auch unter den Strahl stellen!“

Liu aus der 4 b hingegen ist ganz trocken. Sie sitzt im Schatten, hinter sich viele Bücher und hat die Nase in einem Märchenbuch vergraben. „Wir haben von unserer Klasse noch ganz viele Bücher und wir verkaufen die heute“, sagt sie auf Nachfrage. Der Verkauf läuft leider nicht so gut, den meisten Kindern ist nach kühlem Nass.

„Die Feuerwehr einzuladen, hatten wir schon für das vergangene Jahr geplant“, sagt Schulleiter Axel Pucknat, der froh ist, dass die Blauröcke heute da sind. Ralph Wiedekind, Feuerwehrmann und Lehrer an der Friedensschule, freut sich über den Trubel. Er hat aber auch einen Hintergedanken: „Vielleicht interessiert sich das eine oder andere Kind ja dann für die Jugendfeuerwehr, weil auch wir brauchen Nachwuchs.“

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