Feier der Angler erfährt Lob und Zuspruch

Fischerfest: Feuerwerk mit Vollmond auch im Teich

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Hoch hinaus ging’s für die Kinder mit der Schiffschaukel beim Fischerfest.

Groß-Zimmern - Während der Auftakt des Fischerfestes am Freitag ein wenig verhalten war, steppte am Samstag der Bär auf dem Gelände der Angler. Die Bänke rund um die Teiche waren ausnahmslos besetzt und viele Besucher hatten es sich an den Stehtischen gemütlich gemacht. Von Ulrike Bernauer

„Am Freitag hätte ein wenig mehr los sein können“, bestätigte der Vorsitzende Dieter Gaab amSamstag. „Aber heute bin ich mit dem Besuch vollauf zufrieden.“ Am Freitag begann das Fest mit dem obligatorischen Bieranstich durch Bürgermeister Achim Grimm, der sogar an seinem Geburtstag gekommen war, um das Fässchen anzustechen, das die Pfungstädter Brauerei gespendet hat. Das zeigte sich ein wenig unwillig, den Gerstensaft herzugeben, aber nach etlichen Schlägen floss das Bier dann doch. Am Abend wurden langjährige Mitglieder geehrt, ein Bericht hierzu folgt.

Während das Fest für die Besucher das reine Vergnügen ist, besonders an einem so lauen Sommerabend, an dem später der Mond fast in die Vollen ging, ist es für die meisten Angler harte Arbeit. Schließlich wollen die Gäste mit Essen und Getränken versorgt werden. Hermann Berger und Günther Rüst waren am Samstag die Grillmeister. Gefühlt standen sie schon seit Freitagnachmittag hinter Steaks und Würstchen. „Aber wir halten das heute auch noch durch“, erklärten die beiden. Das war auch nötig, denn nicht alle Besucher des Fischerfestes essen Fisch und einige waren dankbar, dass es auch Fleisch vom Grill gab. Neben den Mitgliedern des Anglervereins halfen auch andere Vereine mit. Diese Solidarität hat Tradition in Zimmern. Heinz Brücher kommt jedes Jahr zum Fischerfest. „Ich esse gerne etwas Gutes und trinke auch mal einen“, sagte er lachend. Brücher saß zusammen mit den Vogelfreunden und unterhielt sich offenbar ganz prächtig.

Bilder zum Fischerfest der Groß-Zimmerner Angler

„Das ist ein wundervolles Fest und ich komme schon seit vielen Jahren“, sagte er und erinnerte daran, wie das Fest in den 60er-Jahren war. „Da fand das Fest am Kreisel an der Obermühle statt. Den gab es aber damals noch nicht. Da war noch der Dreschplatz.“ Die Teiche gab es zwar schon, aber das Vereinsheim stand nach Brüchers Aussage noch nicht.

Auch bei Hans Lux, Rechner des Kanarien-, Vogelzucht- und Schutzvereins Groß-Zimmern, wecken das Fischerfest und die Teiche Erinnerungen. „Wir haben in der Gersprenz schwimmen gelernt. Da gab es nämlich das Schwimmbad in Dieburg und auch das Hallenbad noch nicht. Wir konnten nicht schwimmen, aber wir sind reingesprungen und bis auf die andere Seite getaucht. Dabei haben wir nebenbei das Schwimmen gelernt.“ Rudi Neumann hingegen wohnt zwar in Zimmern, war aber das erste Mal dabei. „Ich gehe lieber auf die Kerb und heute bin ich hier, weil sich die Vogelfreunde hier treffen. Aber nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder.“

Aus Neu-Isenburg kam Hanni Makhloof. „Mein Freund hat mich hergebracht. Ich finde es super hier.“ Mit den Freunden habe sie sich das Feuerwerk angeschaut, das immer eine besondere Note hat, weil die Raketen nicht nur am Himmel zu sehen sind, sondern sich auch noch im Teich spiegeln. Rolf Gaab und Holger Kreisel erhielten auch in diesem Jahr wieder viel Applaus für ihr zündendes Feuerwerk, das die beiden Anglerteiche regelrecht in Flammen setzt.

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