Lebensmittel nicht wegwerfen, sondern einfach verteilen

Foodsharing gibt es auch mit eigenem „Fairteiler“ im Jugendzentrum

+
Zu den Kunden des „Fairteilers“ im Jugendzentrum gehören unter anderem Flüchtlinge aus der nahegelegenen Unterkunft.

Groß-Zimmern - Keiner weiß genau, welche Mengen an Lebensmitteln jeden Tag weggeworfen werden, obwohl sie eigentlich noch gut zu essen wären. Die Geschäfte sortieren Produkte aus, weil deren Haltbarkeitsdatum naht oder sie nicht mehr zu verkaufen sind. So landen täglich viele Tonnen noch brauchbarer Lebensmittel im Müll.

Die Initiative „Foodsharing“ hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele dieser Lebensmittel zu retten. Sie werden von den „Foodsavern“ direkt bei Geschäften abgeholt und weiter verteilt. Hierzu wird das Essen in sogenannte „Fairteiler“ gebracht, von dort aus kann sich jeder Lebensmittel mitnehmen. Einen solchen Fairteiler gibt es seit Oktober auch im Jugendzentrum am Festplatz. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Jugendzentrum konnte dort sehr schnell ein Platz gefunden werden für einen kleinen Kühlschrank und einen Tisch, um angelieferte Lebensmittel aufzunehmen. Wenn wieder Lebensmittel gebracht werden sollen, informiert das Juz mögliche „Kunden“, was sich sehr schnell rumspricht. So waren das letzte Mal große Mengen geretteter Lebensmittel innerhalb von einer Stunde vergeben.

Allerdings können bisher nur unregelmäßig Lebensmittel zum Fairteiler gebracht werden. Es fehlen noch weitere „foodsaver“, die helfen, mehr Lebensmittel zu retten und anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Da das Juz nur an Wochentagen bis 18 Uhr auf hat, fehlen noch weitere Verteilmöglichkeiten, denn viele Abholungen sind abends und am Wochenende.

Interessierte können sich auf der Plattform www.foodsharing.de informieren und mehr darüber erfahren, wie sie Foodsaver werden können. Alles ist rein ehrenamtlich und dient vor allem dem Zweck, wertvolle und gute Lebensmittel davor zu bewahren, auf dem Müll zu landen. Fragen zum Foodsharing beantwortet Karsten Heinrich unter k.heinrich@lebensmittelretten.de. (sr)

Kommentare