Angst vor der Vogelgrippe: Noch durfen die Tiere ins Freie

Fröhlicher Nachwuchs bei den Züchtern

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Lucas Hotz zeigt bei der Schau prächtige Sachsenenten.

Groß-Zimmern - Die Herzen der Kleintierzüchter schlugen hoch am Wochenende im Vereinsheim. Mit 250 Hühnern, Enten, Tauben, Truthähnen und Kaninchen waren zahlreiche prächtige Tiere der Zimmerner Züchter zu sehen. Zugleich stellte der Vogelzucht- und Schutzverein in großen Volieren farbenprächtige Exoten aus. 

Der Kleintierzüchterverein (KTZV) hatte die Bevölkerung zur Vereinsschau eingeladen, aber es wurden auch die schönsten Tiere von den Preisrichtern ermittelt und ausgezeichnet. Die Kaninchen wurden an diesem Tag nicht bewertet, denn der Verein richtet am ersten Dezemberwochenende die Kreisschau der Kaninchenzüchter aus. In diesem Rahmen werden Besucher viele der flauschigen Tiere sehen können.

Stefanie Fröhlich ist in ihrem Element. Sie wird auch dann wieder ihre rosa- und schwarz-weißen Farbenzwerge zeigen können. Die Zwergkaninchen mit den roten Augen sind – wie ihr Name schon sagt – sehr klein. Im Gegensatz zu den Deutschen Riesen – auch hier ist der Name Programm – bringen sie nur etwa 1,2 Kilo auf die Waage. Ein deutscher Riese wiegt locker über sieben Kilo und kann mit bis zu elf Kilo im Schmortopf zubereitet eine ganze Familie samt Freunden satt machen.

Stefanie Fröhlich würde gerne vier ihrer Tiere abgeben, allerdings nicht für den Kochtopf, sondern zur Weiterzucht. „Ich mache das jetzt seit zwölf Jahren. Ab und zu muss man sich von einzelnen Tieren trennen“, sagt sie. Im nächsten Jahr wird sie sich umstellen müssen. „Ich gehe dann im Jugendbereich in Rente und züchte als Erwachsene weiter“, erzählt sie fröhlich. Der Nachwuchs steht aber schon in den Startlöchern. Mit Helena und Tristan Fröhlich sind wieder junge Züchter im Verein. Tristan ist in die Fußstapfen seiner Namensvetterin Stefanie getreten und hält ebenfalls Kaninchen, allerdings die Rasse Deilenaar. Seine Schwester Helena hat sich für Hühner der Rasse Kraien-Köppe entschieden.

Die Vogelgrippe macht aktuell auch den Groß-Zimmerner Tierfreunden Sorge. „Es sind schon einige Groß-schauen abgesagt worden“, erklärt der Vereinsvorsitzende Christian Fröhlich. Er hofft, dass sich die Geflügelkrankheit nicht auch in Hessen ausbreitet. Sollte dies doch geschehen, dürfte das Federvieh auch auf der Kleintierzuchtanlage im Angelgarten nicht mehr ins Freie. Zehn aktive Züchter, die alle auch Tiere ausstellten, hat der Verein zurzeit. Fast fast alle besetzt, aber eben nur fast. Zwei Gehege in der gepflegten Anlage warten noch auf neue Züchter.

Noch eine andere Stelle ist vakant: Der KTZV sucht einen Pächter für die Vereinsgaststätte. Volker Hotz erhielt von den Preisrichtern für seine Vorwerkhühner die meisten Punkte bei den großen Hühnern. Marek Paschek kam in dieser Kategorie auf Platz zwei mit Sussex weiß-schwarz columbia. Die New Hampshire Hühner goldbraun von Knut Röhrig belegten Platz drei. Bei den Zwerghühnern siegte Fritz Hotz mit Zwerg Barnevelder doppelgesäumt, Peter Steinbeck kam mit Zwerg-Phönix wildfarbig auf Platz zwei. Bei der Jugend hatte Helena Fröhlich mit Kraien Köppen goldfarbig die schönsten Hühner. (bea)

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