Ortsbeirat für Einbahnstraßenregelung vor der Grundschule

Gartenstraße soll für Schüler sicherer werden

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Am Nachmittag ist es hier ruhig, aber zu Schulbeginn ist kein Durchkommen. Wenn die Verwaltung das OK gibt, kann die Gartenstraße vor der Geißbergschule (rechts) zur Einbahnstraße werden. Nach den Sommerferien dürfen Autofahrer dann nur von der Schulstraße her in Richtung Hauptstraße fahren.

Klein-Zimmern - Kinderunfälle passieren häufig auf dem Schulweg.

Nicht nur anlässlich des bundesweiten Kindersicherheitstages am morgigen Freitag, der unter dem Motto steht: „Kindersicherheit ist bunt!“, setzt sich der Ortsbeirat Klein-Zimmern dafür ein, den Schulweg für die jungen Verkehrsteilnehmer übersichtlicher zu gestalten. Einstimmig befürwortete das Gremium bei der Sitzung im Feuerwehrhaus vergangene Woche eine Einbahnstraßenregelung für die Gartenstraße vor der Geißbergschule.

Diesen Antrag hatte die Klein-Zimmerner Unabhängige Liste (KUL) eingebracht und durch Reiner Raab erläutert. Die Maßnahme soll nach den Sommerferien beginnen und bis zu den Herbstferien als Test laufen. Anschließend soll ein Fazit mit der Gemeinde, den Anwohnern und der Schule gezogen werden. Dann wird auch entschieden, ob die Regelung dauerhaft werden soll. „Die Grundschule wird von vielen Eltern mit dem Pkw angefahren, um die Schüler zu bringen und abzuholen. Dabei kommt es immer wieder zu Verkehrsproblemen und Gefahrenmomenten, die auch die Kinder mit manchmal schwierigen Zuständen in der engen Straße erleben“, begründete Raab. Zudem fahren auch die Anwohner beidseitig in die Straße hinein und viele Schüler sind mit dem Roller oder anderen fahrbaren Untersätzen unterwegs.

Raab plädierte auch dafür, im Rahmen der Maßnahme das Parkverhalten zu prüfen. Es sei nämlich festzustellen, dass viele Fremdparker (weniger die Anwohner) die Straße als Abstellraum nutzen, so auch das Lehrerkollegium. Schulleiterin Angelika Klindt, die in der Sitzung ebenfalls anwesend war, begrüßte die Initiative und brachte Argumente für eine Einbahnstraßenlösung ein. Die Gartenstraße ist sehr eng, so dass neben den geparkten Fahrzeugen kaum zwei Autos aneinander vorbei kommen können. Wenn dann noch Kinder unterwegs sind, wird es oft sehr gefährlich.

Nach den Ausführungen von Bürgermeister Achim Grimm zur Einführung einer Einbahnstraßenregelung wurden verschiedene Lösungsvorschläge in Betracht gezogen: ein Verbot der Einfahrt mit einer zeitlichen Begrenzung, Parkmarkierungen, klare farbliche Abtrennung des Bürgersteigs durch Markierungen und Einbahnstraßenregelung mit Verbot der Einfahrt vom Geißberg aus.

Die Ortsbeiratsmitglieder einigten sich auf eine Testphase für die Einbahnstraße aus Richtung Schulstraße im Zeitraum vom Ende der Sommer- bis zum Beginn der Herbstferien. Zuvor muss die Verwaltung prüfen, ob eine solche eventuell zeitweise Regelung tatsächlich umgesetzt werden kann.

guf

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