Förderbescheid über 12. 000 Euro

Besuch von Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel

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Staatssekretär Dr.Wolfgang Dippel sagte dem MGH einen 12 000 Euro Förderbetrag zu. Hier umringt von strahlenden Mitarbeitern und Helfern des Mehrgenerationenhauses.

Groß-Zimmern - Mit viel Idealismus und einem achtköpfigen Team von Honorarkräften und Freiwilligen haben sie sich vor sieben Jahren vorgenommen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Von Ursula Friedrich 

Heute bietet das Mehrgenerationenhaus (MGH) „ein umfangreiches Programm für alle Familien, Lebensalter, Lebenslagen und Lebenssituationen“, sagte Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration bei seinem Besuch am Mittwoch im Otzbergring. Die inzwischen auf 30 Personen angestiegenen Team-Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses strahlten angesichts des offiziellen Gastes um die Wette.

Der Staatssekretär hatte einen 12 000 Euro hohen Förderbescheid im Gepäck, eine Anerkennung für Geleistetes und anstehende Aufgaben. „Familienzentren bieten sinnvolle Hilfestellung und effektive Entlastung für hessische Familien im Alltag“, fuhr Dippel fort. So wird die Hessische Landesregierung in diesem Jahr die Arbeit von 121 Familienzentren mit insgesamt 1,44 Millionen Euro fördern.

„Diakonisches Werk, das klingt nach einem großen Wohlfahrtsverband“, sagte Angelika Seidler seitens des christlichen Trägers. „Aber wir haben dieses Haus aus dem Nichts aufgebaut“, fuhr die Koordinatorin des MGZ fort. Nach sieben Jahren ist das MGH als Familien- und Demenzservicezentrum ein Erfolgsmodell „und Impulsgeber für den Landkreis Darmstadt-Dieburg“, erklärte Edda Haack, Leiterin des Diakonischen Werks im Landkreis. Sie betonte, dass diese einzigartige Arbeit durch 63 000 Euro Fördermittel aus der Kreiskasse auch hier große Unterstützung finde.

Bilder: Pfarrfamilienfest in Groß-Zimmern

Christiane Hucke, verantwortlich für den Bereich Familienzentrum, gab Einblicke in ihre Arbeit. Ein Beispiel: Der Schwerpunkt Familienförderung wird seit vier Jahren im Schulterschluss mit der Kindertagesstätte Wichernweg ausgefüllt. Die Kita unter Leitung von Nicole Schild ist eine kommunale Einrichtung, mit bis zu 100 Kindern in vier Gruppen. „Es gibt im Wichernweg viele Kinder mit Migrationshintergrund oder aus Familien mit geringem Einkommen“, berichtete Hucke. Seit 2011 wurden dort verschiedene Projekte angestoßen, um eine Willkommenskultur zu schaffen, das Miteinander zu fördern, Beratung anzubieten und mehr. So ist ein Elterncafé fest installiert, es gibt Vorlesepaten, Kochen mit Papas, ein Eltern-Kind-Nähangebot, Aktionstage und ein geplanter Garteneinsatz für ein Hochbeet. Die Kindertagesstätte mausert sich zum Familienzentrum.

Die Einsatzgebiete des MGHs beginnen beim Initiieren von Krabbelgruppen bis hin zu Beratung und Hilfeleistung Demenzkranker und ihrer Angehörigen. „Wir betreiben Netzwerkarbeit und sind Impulsgeber für den ganzen Landkreis“, sagte Haack. Stolz mache sie das Miteinander Haupt- und Ehrenamtlicher, „das zeichnet unser Haus aus.“

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